Lore am Sonntag – Zinn

In der heutigen Episode von Lore am Sonntag beschäftigen wir uns mit dem Asura Zinn. Zinn hatte bereits in Guild Wars: Eye of the North und im „Krieg in Kryta“ eine wichtige Rolle gespielt und seine eigene Questreihe erhalten. Mit Guild Wars 2: Heart of Thorns und der fünften Episode „Krisenherd“ wurde die Geschichte des „genialen Golemanten“ nochmal aufgegriffen und zu Ende geführt.

Zinn in Guild Wars

Zinn war ein bekannter, selbstverliebter und egoistischer Golemant der Asura. Er war der Erfinder vieler Golem-Modelle und anderer Technologien. Er war auch der Erfinder von „Magischen Mikro-Golems“, zu denen auch die Mini-Gwen-Puppe in Guild Wars gehörte. Zinn lebte, ähnlich wie die Golemantin Oola, die seine größte Konkurrentin war, sehr zurückgezogen vom restlichen Asura-Volk. Frühzeitig zog es ihn aus dem Untergrund in die Richtung der Erdoberfläche, wo er ein verstecktes

Zinn in Guild Wars: Eye of the North

Labor im Maguuma-Dschungel hielt.

Innerhalb dieses Labors erschuf er, angeleitet von Palawa Joko persönlich, die Golems R.O.X., N.O.X. und P.O.X.. Diese Golems waren darauf programmiert die krytanische Prinzessin Salma, die vaabischen Fürsten und den canthanischen Kaiser Kisu zu meucheln. Nur durch das Eingreifen einer menschlichen Heldengruppe und seinem Golem M.O.X. konnte dies verhindert werden. Aufgrund dieses Vorfalls musste sich Zinn vor Gericht und dem Arkanen Rat unter folgenden Anklagepunkten verantworten:

  • Mathematische Schandtaten
  • Grobe und schwerste Verblüfferei
  • Fahrlässiges Herbeiführen von Chaos OHNE vorherige schriftliche Genehmigung
  • Ein überfälliger Wälzer der Bibliothek

Zinn wurde in allen Punkten als schuldig befunden und für zehn Jahre aus Rata Sum und den beherrschten Asura-Landen verbannt. Zinn hielt eine Drohrede und kündigte dem Arkanen Rat an, dass er es ihnen zeigen würde, bevor er seine Strafe antrat.

Die Gerichtsverhandlung von Zinn in Guild Wars

Hört zu, Ihr Superhirne, Ihr glaubt, mich heute besiegt zu haben, aber da habt Ihr Euch schwer getäuscht. Merkt euch meine Worte: Dieses Urteil ist eine größere Bestrafung für Euch, da Euch mein Genie verloren gegangen ist, als für mich, der von Eurer Ignoranz befreit sein wird. Lasst mich abschließend die Worte meines großartigen Onkels Fenwikk abwandeln: Ihr Narren! Ich werde es euch allen zeigen!Zinn

Zinn und sein damaliger Assistent Blimm fanden ihr Exil im Bürgerkriegs-geplagten Kryta. Dort wurden sie von Angehörigen der Glänzenden Klinge aufgegabelt. Sie bekamen unter der Bedingung, dass sie die Glänzende Klinge im Kampf gegen den Weißen Mantel und die restlichen Mursaat unterstützen, Asyl und ein eigenes Labor. Unter der Aufsicht der Klinge erforschte Zinn die Spektralmagie der Mursaat und die Fähigkeiten der Seher. Auf Grundlage seiner Forschung konnte ein Schutzgolem entwickelt werden, der die Wirkung der Spektralmagie aufhebte. Zinn nahm auch an der Schlacht von Löwenstein teil, wo die Glänzende Klinge siegreich gegen den Mantel hervorging und Kryta aus dessen Tyrannei befreite. Was danach mit Zinn geschah, war bis dahin unklar.

Zinn in Guild Wars 2

Mit Guild Wars 2: Heart of Thorns wurde bekannt, dass Zinn nach dem Krieg in den Osten weiter zog. Im südlichen Maguuma-Dschungel gründete er die unterirdische Stadt Rata Novus. Dort herrschte er als Hoher Konsul. Die Stadt war zu ihrer damaligen Zeit deutlich fortgeschrittener als Rata Sum. Zinn machte sich die Kraft der Ley-Linien zu nutze, um seine Golems und die Mechanismen der Stadt mit Energie zu versorgen.

Im Jahr 1173 n.E. wurde Rata Novus von den Chak überrannt und ein großer Teil der Bevölkerung starb. Zinn konnte jedoch fliehen und zog sich in die damalige Asura-Kolonie Rata Arcanum unter der Feuerring-Insel zurück. Dort entwickelte er ein Terraforming-Gerät, womit er die Umgebung um die zukünftige neue Stadt nach seinen Wünschen umgestalten wollte. Diesen Eingriff in die Natur fanden die ansässigen Druiden-Geister nicht so amüsant, weshalb sie Zinn und die restlichen Bewohner der Kolonie attackierten. Bei diesem Angriff starben alle Asura, auch Zinn. Sein treuster Golem M.O.X. und die restlichen anwesenden Golems bestatteten seinen Leichnam und errichteten ein Grab für ihn.

Zinns Grab mit der alt-ascalonischen Aufschrift „Zinn – His genius knew no bovns [sic]“

Trivia

  • Zinn ist eine Anspielung auf den Charakter Zim aus der US-Zeichentrickserie „Invader Zim

Über Aliricca

Guild Wars-Veteran und Lore-Fanatiker seit 2006. Als Mitarbeiter für Guildnews richtet sich mein Hauptaugenmerk auf die Lore des GW-Universums und Spekulationen rund um deren Erweiterung. Mit Rollenspielerfahrung im Gepäck möchte ich euch auf eine Zeitreise durch 11330 Jahre Geschichte Tyrias mitnehmen. Ingame erreichbar unter: Aliricca.1902

Ein Kommentar

  1. Mich würde ja mal interessieren, warum da in diesem Stein der Rechtschreibfehler drin ist. Ich stand davor und habe gerätselt, ob das möglicherweise ein Asura-Dialekt ist^^

Schreibe einen Kommentar