Programmierer von BGDM im Spiel gesperrt

Bhagawan69 hat sich heute in einem Reddit-Beitrag an die Community gewandt und mitgeteilt, dass sein Guild Wars 2 Account permanent gesperrt wurde. Er ist der Gründer und Programmierer des DPS-Meters BGDM. Grund für den Bann ist laut Security Lead Chris Cleary die mangelnde Bereitschaft den Teil des Tools zu löschen, der gegen die Terms of Service von ArenaNet verstößt.

Vor drei Monaten gab es in diesem Zusammenhang bereits eine Verwarnung von Cleary. Dort hieß es, dass zwar alle Kampfdaten verwendet werden dürfen, aber nicht Dinge, die darüber hinaus gehen (z.B. das Anschauen der Ausrüstung von anderen Spielern). Bhagawan69 hat daraufhin reagiert und eine Version kreiert, die mit den Bestimmungen von ArenaNet konform ging, und eine Version, die gegen die ToS verstoßen hat.

Die Version, die eigentlich nicht erlaubt war, hat er mit dem Hinweis versehen, dass sie für den chinesischen Clienten gemacht wurde. Inzwischen hat sich auch Chris Cleary nochmal dazu geäußert und auch speziell darauf verwiesen, dass die Regeln für alle Regionen gelten.

I have to protect the integrity of the game and for all regions, something that you clearly had no interest in doing. You are a talented guy, hopefully a lesson can be learned here.

Als Reaktion darauf hat Bhagawan69 die Download-Links zum Programm von der Webseite entfernt. Er wird sich auch nicht mehr mit dem Tool beschäftigen. Den Code zu BGDM hat er an verschiedene Personen weitergegeben, die eventuell weiter daran arbeiten. Er rechnet aber damit, dass das Tool mit dem Erscheinen von Path of Fire nicht mehr funktionieren wird.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass die Nutzer von BGDM keine Strafen zu erwarten haben. Die Benutzer werden erst dann von ArenaNet angesprochen, wenn sie selbst klare Regeln formuliert und bestimmte Tools als erlaubt oder unerlaubt gekennzeichnet haben.

Über Sputti

Alexander Leitsch, 24 Jahre alt und Leiter der Webseite. Ich bin offizieller Shoutcaster von ArenaNet, schreibe seit über 5 Jahren News zu Guild Wars 2, habe etwa 5.000 Spielstunden und leite unsere Guildnews.de Community-Gilde. Ingame erreicht man mich unter dem Accountnamen: Sputti.8214

20 Kommentare

  1. Er wurde ja 3 mal abgemahnt. Irgendwann muss man dann mit Konsequenzen rechnen. Von daher ist es in meinen Augen gerechtfertigt.

  2. Zum Ban an sich: Gut so! Er wurde mehrfach abgemahnt, irgendwann müssen Konsequenzen folgen.

    Generell bin ich allerdings auch der Ansicht, dass es nie hätte soweit kommen müssen, wären DPS-Meter nie erlaubt worden. Es war abzusehen, dass die Mehrheit der Community die DPS-Meter für Elitismus missbrauchen wird und nicht zur eigenen Verbesserung. Deswegen ist es auch gut, dass Anet deren Nutzen und ihre ToS-Compliance überdenkt.

    Die einzigen erlaubten DPS-Meter sollten für die eigenen Buffs und den eigenen DPS sein, nicht mehr, nicht weniger. Alles andere versaut Spielern, die das Spiel des Spaßes wegen spielen, alles, was dieses Spiel so herausragend macht.

    • Sehe ich genauso obwohl meinerseits auch das eigene dps weg fallen soll.
      Man kann im chat seine daten einsehen wenn das nicht reicht sollte man vllt eine mini Petition maken und an a net schicken vllt bauen die dann sowas ein what ever für mich kann es weg bleiben
      Dieses ganze elitismus geht mir gehörig auf den sender, deswegen habe ich wow auch gequitet, obwohl ich echt gut dabei wahr gestört hat mich das aber schon immer

      • Mal eine ganz blöde Frage: wer missbraucht denn das alles für Elitismus?
        Ihr könnt ja wohl nicht erwarten, dass der anspruchvollste Content in GW2 mit beliebiger Klassen/Skillwahl und ohne vorheriges Training möglich ist, oder? Wenn ihr eine Gruppe mit euren Interessen findet könnt ihr dann auch so schlecht spielen wie ihr wollt. Aber wenn ihr auf Randoms zurückgreifen wollt, dann sollte eben klar sein, dass außer euch noch 9 andere Menschen in der Gruppe sind. Und wenn ihr dann nicht bereit seid, alles zu geben (also 3h vorher am Golem zu trainieren…), dann kann ich nachvollziehen, wenn ihr aus einem Killrun rausfliegt. Dafür gibt es Trainingruns. Oder wenn es euch nicht passt: erschafft euren eigenen Squad und stellt ihn ins LFG.
        Aber DPSmeter sind essentiell für Raidteams, die sich stetig verbessern wollen. Da geht es nicht darum andere fertig zu machen, sondern als Team zu sehen, woran man arbeiten kann. Ich konnte mich dank Arcdps enorm verbessern, da sogar gefailte Bossmechaniken angezeigt werden.

        Für alle anderen Spielmodi ist der DPS doch total egal. Dass beim anspruchvollsten Content auch Wissen über die eigene Klasse und eine gute Rotation notwendig ist, sollte doch klar sein. Muss ja auch nicht jeder raiden, wenn er da keinen Bock drauf hat.

        • Wenn man keine Ahnung hat…

          Ich habe nie gesagt, dass man nicht alles geben sollte, ist halt der schwerste Content. Aber ein Großteil der Pugs kickt Menschen nicht, weil sie richtig schlecht sind, sprich bei 50% des Meta-Schadens sind oder weil sie falsches Gear haben, sondern weil man 4-5k unter dem Meta-Schaden steht, was für den „normalen“ Spieler in einem realen Raid-Setup voll legitim ist. Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster: alles ab 28k DPS ist unter realen Bedingungen ein akzeptabler Schaden.

          Bzgl. „DPS-Meter essenziell für Gruppen, die sich verbessern wollen“: Wer das wirklich will, kann sich auch seinen eigenen DPS anschauen und dann entsprechend reagieren bzw. das seinen Gruppenmitgliedern mitteilen etc. Dagegen hab ich zumindest auch nichts einzuwenden. Es ist der Teil, dass jeder die Daten des anderen sehen kann, sobald er das benutzt. Selbst ein Switch dafür wäre schon ein Schritt vorwärts. Aber der aktuelle Zustand ist nicht akzeptabel in meinen Augen. Man ist effektiv dazu gezwungen, ein DPS-Meter zu nutzen und wird auf Basis von unrealistischen Umgebungen aus einer Party gekickt, die nur auf den DPS schaut.

          Abgesehen davon: DPS ist der unwichtigste Teil eines Raids. Wer die Mechaniken nicht kennt, wird niemals einen Boss legen. Und die allermeisten suchen den Fehler dann eben erst bei anderen, anstatt bei sich selbst. Und ein DPS-Meter macht das ganze nur noch schlimmer.

          • Also das DPS das unwichtigste ist halte ich für ein Gerücht. Natürlich sind Mechaniken wichtig aber viele Mechaniken lassen sich mit DPS umgehen. Desweiteren wenn die Gruppe keinen Schaden fährt die den Boss legt bevor der Timer abgelaufen ist dann ists auch vorbei.
            Abgesehen davon ist es nicht mehr als richtig so das ein DDler aus der Gruppe geschmissen wird wenn er keinen Schaden fährt. Der Heiler fliegt auch raus wenn er nicht heilt und der Bersi auch wenn er keine Macht stacken kann und die ganze Gruppe dadurch behindert.
            Aber genau da liegen ja die vorteile des DPSmeters!!!!
            Man kann genau sehen an wem es liegt das es nicht klappt. Aber das die Gruppen dann gleich kicken habe ich noch nie erlebt und ich bin nun wirklich kein guter DPSler. Auch das Gruppen QT oder LN Benchmarks als Referenz für Raids nehmen um dann Leute zu kicken kann ich mir nicht vorstellen und selbst wenn wäre ich froh wenn ich da raus komme da es nur zeigt das diese Gruppe selber keinen Dunst hat.

            Aber es bleibt dabei. Wer sich als DDler meldet aber keinen Schaden macht schadet damit 9 anderen Spielern und warum sollten dies 9 Spieler unter einem schlechten leiden.

          • Ich puge zwar nicht allzu viel, weil ich eine recht gute Stammgruppe habe, aber ich wurde noch nie aus der Gruppe wegen zu geringem DPS gekickt. Und ich bin vor Allem bei Sloth echt schlecht mit meinem Ele (12k DPS oder so…).

    • Nur zur Klarstellung: der Bann erfolgte nicht wegen des Damagemeter-Teils von BGDM. Der Entwickler wurde gebannt, weil er ausdrücklich nicht von der Damagemeter-Freigabe erfasste Funktionen in BGDM eingebaut hat. Ein besonders problematisches Beispiel ist der Gearcheck – du kannst mit BGDM sehen, welche Ausrüstung deine Mitspieler tragen.

      Spieler können immer noch Arc benutzen, das ist hiervon nicht betroffen.

  3. „Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass die Nutzer von BGDM keine Strafen zu erwarten haben. Die Benutzer werden erst dann von ArenaNet angesprochen, wenn sie selbst klare Regeln formuliert und bestimmte Tools als erlaubt oder unerlaubt gekennzeichnet haben.“

    Das ist so nicht korrekt. Es gibt in der ToS einen Passus, der frei ausgedrückt besagt, dass schon das Benutzen eines Tools, dass dem Spieler „echte“ Vorteile im Spiel bringt (wie z.B. Arcs Build-Templates), ein Verstoß gegen die ToS ist und zu einem Bann führen kann.

    Nachzulesen hier: https://www.reddit.com/r/Guildwars2/comments/10a0qk/official_response_clarifying_the_stance_on_mods/

    • Ja aber das ist etwas aktueller:

      „Your account’s aren’t at risk right now, I fault the tool creator on this one, not his users.“

      https://www.reddit.com/r/Guildwars2/comments/66m13h/anet_this_really_should_be_part_of_the_game/dgjutww/

      • Ja, das war damals. Danach gab es wohl eine als ToS-konforme und eine ausdrücklich nicht ToS-konforme Version. Darauf, dass die Aussage auch für Spieler mit der ausdrücklich nicht ToS-konformen Version gilt würde ich mich nicht verlassen. Im Gegenteil, wenn da eine Verwarnung oder eine kurze Auszeit folgen würden würde ich Anet sogar Recht geben. Vorausgesetzt Anet kann die beiden Versionen denn unterscheiden.

      • ich stimme da aginix zu. Außerdem gibts da auch ein schönes Zitat drin:

        You are using them at your own risk, […]

        In Kombination mit dem von dir genannten Zitat und den aktuellen Entwicklungen rund um das Tool, kann man davon ausgehen, das Anet gegen Nutzer einer Version, die nicht mit den ToS übereinstimmt, früher oder später vorgehen wird. Deswegen hat man auch bei ArcDPS jetzt die Version mit den Build-Templates entfernt. Anet schaut da schon sehr genau hin und schreitet ein, sobald es kritisch wird.

  4. Der Bann ist gerechtfertigt, keine Frage. Man hätte die „Non-Compliant“-Version nicht online behalten müssen. Dennoch glaube ich auch, dass Arenanet sich nicht überfordert hätte, wenn sie den Entwickler nach der Code-Trennung noch einmal darauf hingewiesen hätten, dass er nach wie vor gegen die ToS verstößt. Leider hat Bhagawan darauf (auch auf direkter Nachfrage) 3 Monate lang keine Reaktion erhalten. Die Klarstellung von Chris Cleary diesbezüglich, hätte nicht erst nach dem Bann kommen müssen.

  5. Trauere ich nicht nach, meiner Meinung gerechtfertigt.

  6. Selbst wenn man mit sehr (zu) viel gutem Willen die Abtrennung der Version für China durchgehen lassen würde… Ihm wurde gesagt, dass er den chinesischen Publisher nach den genauen ToS fragen soll. Aber er präsentiert keine Antwort von dort. Wenn er ein OK bekommen hätte, dass die „China-Version“ in China erlaubt wäre hätte er das doch bestimmt gepostet. Also hat er die Freigabe nicht bekommen und hätte davon ausgehen müssen, dass sein Tool auch dort gegen die ToS verstößt.

    Alleine die öffentliche Warnung von vor drei Monaten war genug. Ihm wurden ja sogar juristische Konsequenzen angedroht! Anscheinend gab es seitens Anet sogar noch ein Angebot ihm zu helfen, sein Tool zulässig zu bekommen. Also wenn das alles nicht hilft ist ein Permabann nicht nur gerechtfertigt sondern nötig.

    • Er sagt ja, er hätte von China ein Okay bekommen. … Weiß aber ad hoc nicht, ob er uns dafür Beweise geliefert hat. Naja, muss er auch nicht.. entweder er ist retarded oder Anet is retarded oder beide sind es. Ist mir grundsätzlich egal. 😀

      • Hast du ein Zitat dafür? Hab ich was übersehen?

        Er hat argumentiert, dass es in China keine API gibt und daher die Daten stattdessen aus dem Client zu ziehen akzeptiert wären. Beispiel: Gearcheck. Ich habe aber nur gelesen, dass er sich auf Spieleraussagen bezieht und eben nicht, wie von Chris Cleary aufgefordert, die Freigabe vom Publisher (KongZhong) eingeholt hat.

        Aber so oder so ist das nur mit sehr viel gutem Willen überhaupt relevant. Selbst wenn die China-Version in China erlaubt gewesen wäre hätte sie nicht in EU/NA zugänglich sein dürfen. Wie zuverlässig ein Schutz dagegen sein müsste kann man diskutieren, aber „hier nicht klicken, die Version verstößt gegen die ToS“ ist schon selten dämlich und fordert Konsequenzen geradezu heraus.

  7. Klingt für mich ernsthaft nach einem Kommunikationsproblem. Wenn Arcdps jetzt auch noch irgendwann eingestellt wird haben wir ein Problem.

  8. Ich finde sowieso das die DPS Meter GW2 kaputt gemacht haben. Die Community war so schon im Bereich Raids und Dungeons recht „schwierig“.

    Mag es nicht wenn zahlen über „Freundschaft“ gestellt werden. DPS sind in einem gewissen Rahmen, solange er nicht unterirdisch ist, auch für raids völlig egal.

    Wen jucken die DPS wenn der Progress stimmt?

    Ich bin vor geraumer Zeit zu FFXIV gewechselt. Da ist die community in dem bereich wesentlich entspannter.

    GW2 ist stark in den Meta Events gewesen, den konnte man meist noch genießen ohne pseudoelitäre pros. Aber sobald es in höhere Fraktale oder Raids geht, konnte man die GW2 Community größtenteils vergessen.

    Die RLG hatte mir sehr gut gefallen. War ein tolles positiv Beispiel wie es zu laufen hat.

    FFXIV gibt mir den Eindruck, das die community einfach besser, entspannter und wesentlich stärker daran interessiert ist sich gegenseitig zu helfen, wenn man monatlich bezahlt und etwas mehr investiert. Spreitzt vielleicht die streu vom weizen so ein abo modell.

    Sicher sind nicht alle in GW2 so. Aber ich hatte in GW2 einfach zu viele negativerlebnisse.

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