Aliriccas Meinung – Warum das Ende von „Lang lebe der Lich“ bescheiden war!

Am 26. Juni 2018 wurde die Episode „Lang lebe der Lich“ auf die Live-Server von Guild Wars 2 aufgespielt. Neben dem Rollkäfer als neues Reittier, einem neuen Fraktal und dem neuen legendären Kriegshorn „Verdarach“ wurde auch die persönliche Geschichte rund um den Pakt-Kommandeur und seinen Drachenwacht-Mitgliedern weiter gesponnen.

Mit schönen Cinematics, kräftigen Dialogen und einer düsteren Gesamtstimmung konnte die Lebendige Welt-Episode in vielerlei Hinsicht punkten. Einzig und alleine das Ende der Geschichte erscheint in meinen Augen sehr deplatziert und ruiniert die gesamte Episode. Innerhalb dieses Artikels möchte ich meine Gedanken und Argumente teilen, warum das Episoden-Ende sehr bescheiden war.

Eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse

Um einen Ausbruch der Skarabäen-Seuche zu verhindern, welche sich im Besitz des Lichs Palawa Joko befindet, tragen der Pakt-Kommandeur und seine Freunde den Krieg in die elonische Provinz Kourna. Dort hat sich die „Geißel von Vaabi“ in die Mondfestung Gandara zurückgezogen. Von dort aus möchte er die tödliche Seuche auf den gesamten elonischen Kontinent loslassen. Mit der Hilfe von etlichen Verbündeten, in Form der altehrwürdigen Geister, der Olmakhan-Charr, der Sonnenspeere und einem Heket-Stamm, konnte der Pakt-Kommandeur eine Offensive auf Gandara ausführen.

Die Tore von Gandara – Erwarten uns hier die Antworten? Nein.

In Zusammenarbeit mit dem Norn-Wächter Braham konnte sich der Kommandeur in die Befestigung schleichen und schlussendlich das Duell gegen den Lich persönlich austragen. Aufgrund seiner Unsterblichkeit konnte Joko das Duell jedoch scheinbar für sich entscheiden. Nur durch das Eingreifen des Drachen Aurene, welcher Joko überraschend überwältigte, konnten der Kommandeur und Braham gerettet werden. Aurene verspeiste den Körper des Untoten und konsumierte augenscheinlich seine nekromantische Magie.

Der Mythos um die Figur Palawa Joko

Palawa Ignatius Joko wird von einem „Teenage-Drachen“ gefressen. Hätte man mir zu meinen GW1-Zeiten gesagt, dass die sogenannte „Geißel von Vaabi“ auf diese lächerliche Art und Weise stirbt, hätte ich mir den sofortigen Kauf meiner Collectors Edition von Guild Wars 2 im Wert von über hundert Euro vielleicht anders überlegt.

Diese Aussage hängt vor allem damit zusammen, dass im ersten Guild Wars-Teil der Charakter des Palawa Jokos als „mythenumwoben“ galt. Im Gegensatz zu vielen anderen Charakteren, welche man im Laufe der Guild Wars-Kampagnen kennen lernte, gab es nämlich nur sehr wenig Hintergrundinformationen zum elonischen Lich. Woher kam Joko? Wie alt ist Joko? Wie ist Joko zum Lich geworden? Auf diese Fragen gab es in Guild Wars keine richtigen Antworten. Im Zuge des Bonus-Mission-Packets konnte man zwar die „Schlacht von Jahai“ spielen, welche die Versieglung des Lichs thematisierte, doch richtige Einblicke auf die Hintergrundgeschichte unseres Lieblings-Lichs gab es nicht.

Um ihn ranken sich viele Mythen – Palawa Ignatius Joko

Es erscheint an dieser Stelle also nicht verwunderlich, dass man in den damaligen Foren (wartower, gw-guru) viel darüber spekulierte und man Antworten von Seiten ArenaNets forderte. Eine direkt Antwort gab es zwar von Seiten der Entwickler nicht, doch gab es mit der Einführung der „Guild Wars Beyond“-Kampagne einen Hoffnungsschimmer. Zur Erklärung: Guild Wars Beyond beschreibt eine Art „Semi-Kampagne“ in Guild Wars, welche die historische Brücke zwischen Guild Wars und Guild Wars 2 schlagen sollte. Innerhalb von Guild Wars Beyond wurde die Geschichte um den Bürgerkrieg in Kryta beendet, sowie die Geschichte von Cantha nach dem Tod von Shiro Tagachi weitergeführt.

Auch die Handlungen innerhalb von Elona sollten ursprünglich weitergeführt werden, doch mit dem nahenden Release-Termin von Guild Wars 2 wurde dieses Vorhaben nicht mehr in die Tat umgesetzt. Dies ist vor allem in der Hinsicht ärgerlich, da die Entwickler später bestätigten, dass sich eine von zwei möglichen elonischen Guild Wars Beyond-Geschichten um den Aufstieg von Palawa Joko drehen sollte. Eine Chance den Mythos um Joko ein wenig aufzuklären, wurde demnach vollkommen verworfen.

Es erscheint also nur als gerecht, dass es an Guild Wars 2 liegen sollte, diese Aufgabe zu übernehmen und der Community zumindest einige Antworten zu liefern.

ArenaNet bricht mit seiner Story-Politik

Und die Chancen für Antworten standen nicht schlecht. Mit der zweiten Erweiterung „Path of Fire“ für Guild Wars 2 scheint ArenaNet auf Kuschelkurs mit den ehemaligen Guild Wars-Spielern gegangen zu sein. Die gesamte Geschichte der Erweiterung sowie die Inhalte, welche später nachgeliefert wurden, beantworten viele offene Fragen, die man sich während Guild Wars oder Guild Wars 2 gestellt hatte. Warum schweigen die Menschen-Götter? Wie sieht Elona zweihundertfünfzig Jahre später aus? Was geschah mit den Sonnenspeeren und einigen bekannten Helden? Mensch, ArenaNet beendete sogar die Geschichte um den Weißen Mantel-Gründer Saul D’Alessio, den die meisten Spieler und wahrscheinlich auch Entwickler bereits in Guild Wars vergessen hatten! Die neue Politik ist simpel und effektiv: Alte Fäden zusammenführen, statt neue Fäden zu spinnen. Eine willkommene Änderung seit der Einführung von Harley Qu … Scarlet Dornenstrauch.

Betrachtet man nun diese Politik erscheint es eigentlich plausibel, dass man nun auch Antworten zur Hintergrundgeschichte von Palawa Joko bekommen könnte. Immerhin hat man eine gesamte Erweiterung und drei Lebendige Welt-Episoden verwendet um Joko und seine Erweckten als eine der zentralen Mächte auf dem elonischen Kontinent aufzubauen und seinen Charakter, sehr passend zu Guild Wars, weiterentwickelt. Fehlanzeige.

Ausgerechnet in der Episode, die man sich rausgesucht hat, um viel zu früh den untoten Theaterliebhaber in die Nebel zu schicken, erhält man in keiner Form irgendwelche Hintergrundinformationen über den zentralen Antagonisten der letzten drei Episoden.  Zwar wirft man uns innerhalb der Episode die Buchstabierkünste von Braham an den Kopf, aber einen einzelnen Folianten, wo vielleicht mal niedergeschrieben steht, was der Lich am morgen frühstückt oder wie er überhaupt entstanden ist, sucht man verzweifelt. In meinen Augen ist dies ein massiver Bruch in der neuen Story-Politik von ArenaNet. Die Fäden werden nicht zusammengesetzt, sondern mit der bloßen Schere abgeschnitten. Es besteht zwar natürlich die geringe Möglichkeit, dass mit der kommenden Episode vielleicht noch ein wenig Wissen über Palawa Joko nachgereicht wird, doch in meinen Augen hat ArenaNet eindeutig die Haltestelle verpasst.

Vom Scheitern des Kommandeurs – Was hätte man besser machen können?

Es stellt sich generell die Frage, warum ArenaNet den Weg der Tötung Jokos gegangen ist. Innerhalb seines letzten Monologs wird sehr deutlich, dass der Lich scheinbar fundiertes Wissen über die Welt und vor allem die Alt-Drachen besitzt. Dieses Wissen hätte der Kommandeur verwenden können, um seinen eigenen Horizont zu erweitern. Der Charakter Jokos hätte dies auch durchaus erlauben können, immerhin gab er uns alleine durch den Monolog einiges an Bestätigung für unsere Alt-Drachen-Theorie. Eine Gefangennahme des Lichs erscheint hierbei nicht allzu fern jeglicher Realität.

Wie Palawa Joko bereits in seinem letzten Monolog sagte, bringt unser Charakter Chaos über die gesamte Welt. In einem naiven Glauben, dass unser Handeln richtig ist, töteten wir zwei Alt-Drachen, einen menschlichen Gott und brachten die gesamte magische Balance durcheinander. Wir sind keine Helden, sondern gehen schon fast in die Richtung eines Anti-Helden. Auf unser Konto gehen die Tode dutzender Unschuldiger. Auch der Tod von Palawa Joko wird nun für Chaos innerhalb von Elona sorgen. Wer soll nun über den riesigen Kontinent herrschen? Wie soll die neue Politik aussehen? Was soll mit den ganzen elonischen Einwohnern passieren, die über Generationen hinweg von Joko beeinflusst wurden? Fragen, die unseren Charakter scheinbar nicht interessieren. Joko musste fallen, die Konsequenzen irrelevant.

Eine weitere passende Alternative wäre die erneute Versiegelung von Palawa Joko gewesen. Diese Art und Weise die Unsterblichkeit des Lichs zu umgehen, würde vor allem zur Geschichte des Scheiterns passen. Niemand in der bisherigen Guild Wars-Geschichte konnte den Lich töten, weder Turai Ossa, nach die alten Helden aus der Nightfall-Kampagne. Wieso hat ArenaNet auf dieser Ebene nicht weiter geschrieben und das schlummernde Potential dahinter gesehen? Die Möglichkeit den Geist von Turai Ossa selbst, den Orden der Schatten oder sogar den Orden der Sonnenspeere in den Ring zu werfen um die Versiegelungsfertigkeit wieder zu erlernen, hätte doch die Hintergrundgeschichte aller Gruppierungen weiter festigen und vertiefen können. Sogar der Orden der Gerüchte hätte ein Comeback feiern und sich seinem ursprünglichen Nutzen wieder annähern können.

Das Monument für den Sieg über Palawa Joko – Es galt auch als Siegel für den Lich

Schlusswort

Mit dem plötzlichen Tod des Lichs durch Aurene hinterlässt die dritte Episode nun einen bitteren Nachgeschmack und Vorgeschmack auf die folgende Episode. Es entsteht der Eindruck, dass ArenaNet wohl das Gefühl besaß, dass sie sich zu sehr auf Palawa Joko versteift hatten und nun eine schnelle Lösung finden mussten, seine Geschichte konsequent zu beenden. Wahrscheinlich wird ArenaNet sich in den kommenden Episoden wieder der sogenannten „Alt-Drachen-Problematik“ widmen, welche mit dem Grundspiel von Guild Wars 2 und der Erweiterung „Heart of Thorns“ bereits zu genüge thematisiert wurde. Hierbei werden natürlich nun Drachendame Aurene und ihr Großvater Kralkatorrik wieder im Fokus stehen und die willkommene Abwechselung, welche Balthasar und Palawa Joko als Antagonisten besaßen, zerstören. Man kann vielleicht hoffen, dass der politische Umbruch innerhalb von Elona durch NPC-Dialoge einen kurzen Anklang findet, doch nach diesem abrupten Schnitt in Sachen „Worldbuilding“ ist auch da meine Hoffnung sehr gering.

Für mich ist folgende Sache klar: In der kommenden Episode muss ArenaNet storytechnisch liefern. Sollten die Entwickler wieder in alte Muster zurückfallen, so erscheint für mich die Blütezeit, welche „Path of Fire“ ausgelöst hatte, bereits vorbei zu sein.

Palawa Joko trifft Aurene – Ein unnötiger Tod

Über Aliricca

Guild Wars-Veteran und Lore-Fanatiker seit 2006. Als Mitarbeiter für Guildnews richtet sich mein Hauptaugenmerk auf die Lore des GW-Universums und Spekulationen rund um deren Erweiterung. Mit Rollenspielerfahrung im Gepäck möchte ich euch auf eine Zeitreise durch 11330 Jahre Geschichte Tyrias mitnehmen. Ingame erreichbar unter: Aliricca.1902

16 Kommentare

  1. Hoffe das Joko nun Aurene übernommen hat und dadurch weiter lebt. Ist einfach ein zu guter Charakter.

  2. So sehr ich Aliriccas Meinung hier zustimmen muss: Das kann (und wird) nicht das Ende von Joko gewesen sein. Dafür war das viel zu platt und der sonst so berechnende Joko hätte viel zu viele dumme Fehler auf einmal gemacht.

    Warum soll das nicht das Ende sein? Dafür gibt es zumindest zwei Indizien, die mir spontan einfallen:
    a) Das Ende der Episode, sofern man die „Zusatzdialoge“ am Ende nutzt. Dabei „rülpst“ Aurene irgendwas. Keine Reaktion des Commanders, nix. Und, wie das Internet in Form bereits spekuliert, rückwärts in sehr niedriger Geschwindigkeit abgespielt, ein böses Lachen. Gibts ein Video von Noxxi von, einfach mal suchen. Ob von Joko, sei mal dahin gestellt, aber nicht unmöglich aufgrund seiner Unsterblichkeit
    b) Es gibt für Joko keinen rationalen Grund, uns so einfach in seine Festung zu lassen – außer, das ist klares Kalkül und er beabsichtigt genau eine solche Situation. Das ist insofern interessant, dass Joko ja von der sehr engen Beziehung des Commanders zu Aurene weiß. Somit könnte er eine entsprechende Niederlage des Commanders sehr gut instrumentalisieren, um Aurene für seine Zwecke zu nutzen.

    In Anbetracht dessen, dass Aurene ja nunmal sehr viel Magie in sich aufnehmen kann, wäre es nicht verwunderlich, wenn Joko in Form seiner Magie in Aurene weiterleben und so versuchen würde, über Aurene die Kontrolle zu übernehmen. Ich gehe aktuell davon aus, dass wir in einer der nächsten Episode Aurene „renigen“ müssen, um die Magie von Joko für unsere Zwecke zu nutzen. Ich bin einfach mal gespannt, da Anet schon öfter eher schwache Episoden gebracht hat, die dann aber im Gesamtkontext sehr wichtig waren und erst später auch von der Story her „Sinn“ hatten.

    • Im aktuellen AMA zur Episode wird über Joko gesprochen. Da hört es sich leider nach Tod ohne Rückkehr an. Er war wohl auch nicht als Hauptgegner der Staffel.

      Auf mich wirkt das inzwischen eher als Mittel zum Zweck um Aurene ein bisschen mehr Power in den Körper zu jagen. Ob das Jokos Charakter gerecht wird, kann jeder selbst entscheiden.

      Ich persönlich hab in GW1 nie viel von ihm gehalten und empfand ihn dort eher als Witzfigur… Trotzdem ist er nach Balthasar auf Platz 2 meiner Bösewicht-Liste. Gut, gegen die CHarakterlosen Drachen ist das nicht schwer^^

      • Ganz so „platt“ im sinne von widersprüchlich finde ich es nicht, sondern wie gesagt nur in der Umsetzung:

        Damit ein Unsterblicher Lichh nicht zurrückkehren kann muss er bekanntlich gebunden werden, z.B. indem er auf einem Blutstein stirbt (interessant wäre, ob Vessir Kilbron zurückkehren könnte, wenn der Blutstein im Feuerring gesprengt würde)…

        …die zweiten großen Magiebinder sind halt Drachen, weshalb es schon Sinn macht, dass er nicht zurückkehren kann wenn Auren ihn verspachtelt (aber vielleicht wenn Auren stirbt).

        Was mich stört ist hier, dass Auren quasy als Deus Ex Machina eingesetzt wird, was schon bei Taimis „Commandeur, Commandeur, ich hätte da mal ne Lösung…“ in den vergangenen Episoden kein gutes Storytelling war und nicht besser wird, wenn Auren nun die Taimi 2.0. wird.

        Insgesamt sehe ich das Hauptproblem bei AN darin, dass sie im allgemeinen viel zu gerne Probleme per Deus Ex Machina auflösen (egal ob über Charaktere wie Taimi und Auren, neue Asuratechnologie oder in Windeseile übernehmbare Untodenarmeen und gegen Ex-Götter effektive Schwerter) – und ich denke, dass ist der eigentliche Knackpunkt…

  3. Also ich find das hier total übertrieben, so schlimm war das Ende nun auch wieder nicht.
    Und ob es auch Jokos Ende war, bleibt abzuwarten. Ist denn bekannt, wie er es bisher geschafft hat, sich wiederzubeleben? Ist diese Wiederbelebungs-Methode wirklich auf seinen (eigenen) Körper beschränkt?
    Denn sein Körper mag jetzt zerstört sein, aber eine Rückkehr ala Sauron halte ich durchaus noch für möglich.

  4. Aurene hat ihn ja nicht nur gefressen, sondern seine Magie absorbiert. Das war ja auch so ziemlich die einzige Möglichkeit, wie er hätte sterben können. Wirklich viel kann ich den ganzen Untoten auch nicht abgewinnen: Endlich ist er weg.
    Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn Aurene auf Dauer nicht die liebe Freundin bleibt, sondern die Stellung eines Altdrachen einnimmt. Eben auch mit der negativen Seite der Medaille.

  5. Das Ende hat mich echt geschockt. Ich finde Palawa Joko als Charakter schon seit meiner Guild Wars 1 Zeit sehr interessant und jetzt soll er ein so „dummes“ Ende gefunden haben? Ich bin irgendwie noch der Überzeugung, dass es nicht Joko war den Aurene verspeist hat, sondern einen seinen Stellvertreter, welchen Joko gesteuert hat. Ich weiß nicht ob es irgendwo bestätigt wurde, aber Joko müsste meines Wissens noch in der Unterwelt festsitzen, da Balthasar ihn dort eingesperrt hat. Es könnte theoretisch sein, dass Joko durch Balthasars Tod entkommen konnte und selbst die Stricke gezogen hat. In der ersten Episode am Ende ist doch eine seltsame Schattengestalt zu sehen, durch die Joko spricht (Soweit ich das jetzt richtig habe). Vielleicht hat diese Jokos Gestalt angenommen, einen Teil seiner Magie erhalten und wurde nun planmäßig durch Aurene gefressen, um Aurene auf Jokos Seite zu ziehen. Ich bin echt gespannt, was die in der neuen Episode bringen, denn wenn Joko wirklich tot ist, muss die neue Episode echt was hergeben.

  6. Ich muss dir vollkommen zustimmen. Schon vor dem Kampf gegen Joko am Ende der Episode fragte ich mich, wieso wir überhaupt ohne einen Plan, wie wir einen Unsterblichen töten können, in seine Festung laufen. Für mich war das von vornherein zum Scheitern verurteilt. Als Joko uns dann kurz vor seinem Tod gefangen nahm, dachte ich das Ding wäre gelaufen. Ich dachte, er würde jetzt irgendwie fliehen und in der nächsten Episode oder der nächsten Erweiterung, würde der ganze Käse dann von vorne anfangen.
    Als dann Aurene plötzlich durch das Fenster flog und ihn kurzerhand aufgefressen hat, hing ich da erstmal ein bisschen perplex. Ja, dachte ich, so kann man das natürlich auch machen. Aber dann hätten wir uns ja den ganzen Spaß mit dem Kampf und dem Suchen von Verbündeten schenken können. In Zukunft schicken wir einfach immer Aurene und die frisst den Bösen schon auf. Easy.
    Diese Karte kann Anet aber nicht ewig ausspielen, denn sonst wird es langweilig. Das war es jetzt schon, nebenbei bemerkt. Ich hoffe tatsächlich, dass Joko irgendwie in Aurene überlebt hat. So wie viele das vermuten. Sonst hätte man einen guten Antagonisten nämlich viel zu leicht und schnell von der Bühne geschickt.

    • Hast du POF gespielt? Wir laufen ununterbrochen ohne eine Plan oder eine Taktik in die Kämpfe rein. Bathasar hat uns mehrfach besiegt, weil wir keinen Plan hatten, außer „ich geh hin und töte den Gott mit bloßen Händen“.
      Selbst zum Schluß haben wir keinen Paln wie wir ihn besiegen sollen. Wenn Rythlock uns nicht in letzter Sekunde sein Schwert in die Hand gedrückt hätte wären wir wieder ohne Sinn und Verstand in den Kampf gerannt.

      • Jup. Und davor bei HoT auch schon: Erst ganz am Schluss kam der Plan, irgendwie seinen „Geist“ zu besiegen.
        Planlos losrennen scheint zur Gewohnheit zu werden…

      • Ist schon eine Weile, seit ich POF gespielt habe. Da kam es mir aber tatsälich noch nicht so exzessiv vor. Doch jetzt wo du es sagst… Ich glaube, jetzt viel es mir nur auf, weil auf diese Unsterblichkeit soviel Wert gelegt und es in jedem zweiten Satz irgendwie thematisiert wurde. Bei POF, HOT und den anderen Staffeln hatten wir ja aber auch nie einen Unsterblichen. Da hast du ein bisschen drauf gehauen und die sind tot umgefallen. Übertrieben formuliert. Jetzt war ich mir vor dem Kampf nicht so sicher, wie ich mir das vorstellen soll. Ich meine, weil er nicht tot umfallen würde, wenn ich ihm Schaden mache.
        Aber ja, hast Recht. War prinzipiell schon immer ohne Plan.

  7. Magica Negra

    ich glaube/hoffe das Joko noch lebt… alles andere wäre wie auch im bericht angedeutet eine schande wir haben jetzt höchstwahrscheinlich die hälfte der Story erreicht… und da es ein kleines finnale in der eltzten episode geben muss wird der feind bzw das ziel in 3 epidosden (vieleicht aich in 6) abgeschlossen… wenn man jetzt joko überlben lässt könnte man nächste episode seine hintergrundstory beleuchten in der 5. suchen wir dann ein weg ihn zu töten und in der 6. episode töten wir ihn dann entgültig …. das würde story mäßig sehr viel sinn machen und wäre auch ein nettes symbol das man nicht immer unüberlegt drauf haut sondern erstmal sich in ruhe alles überlegt ( hat ja unser char bis jetzt nicht wirklich gemacht)….

    weil was bleibt ürig?

    kalkatorik?- wenn wir ihn in 3 episoden schlafen legen wäre es schade
    reich der qualen?- es gabe bis her 0 bezug und es wäre arg an den haaren herbei gezogen
    lokale bandieten?- damit könnte man eine episode machen

    und joko kann gut überlbet haben wir wissen über ihn 0 also warum sollte er tot sien wenn wir noch nicht mal wissen wie er funktzoniert?

  8. Ich verstehe nicht, was man so toll an Joko finden kann.
    Ich persönlich fände es toll wenn dieser unnütze Charakter endlich weg ist, er hatte nicht, außer einen Hype in der Community. Wie der Artikel schon sagt gab es keine Informationen vorher und in GW2 war er einfach nur unfähig in wirklich jeder Hinsicht. Den konnte man ja nicht mal als Schurken ernst nehmen.

    Ich finde es gut das er weg ist und freue mich auf vernünftige Gegner.

    Was das Ende betrifft verstehe ich aber die Kritik nicht. Das muss man doch mittlerweile von ANet gewohnt sein. Jeder Bösewicht taucht auf und stirbt recht schnell einen unrühmlichen Tod.
    Ich bin auch davon überzeugt, das ncihts mehr mit Joko folgen wird. So überraschende Storytechnische Wendungen kann man von ANet nicht erwarten. Die Geschichte war immer recht seicht.

    • Joko war gewiss nicht „in jeder Hinsicht unfähig“. In den letzten beiden Episoden hatte er unseren Charakter stets überrumpelt und war mehrere Schritte voraus. Er war in der gesamten Guild Wars-Geschichte der Einzige, dem so etwas gelungen war, vor allem dem man so etwas zutrauen konnte. (Scarlet rechnen wir an dieser Stelle nicht rein, weil ihr Konzept generell unsinnig erschien.)

      Ein ganz großer Teil des Hypes um Palawa Joko innerhalb der Community ergibt sich ja aus dem Aspekt, dass es im ersten Guild Wars-Teil keinerlei Informationen zu ihm gab. Die Community hatte mit ihm weiterhin ein Hühnchen zu rupfen, vor allem als in den Kolumnen von ArenaNet bestätigt wurde, dass er in Elona die Herrschaft übernommen hatte.

      Wenn du bei „vernünftigen Gegnern“ von den Alt-Drachen sprichst, dann zeigt die bisherige Erfahrung, dass die direkten Kämpfe mit den Entitäten eher zu den unrühmlichen Toden (Zhaitan, Mordremoth) geführt hatten als die Kämpfe gegen Antagonisten anderer Art. Kralkatorrik erweckt zwar die Hoffnung, dass sie einen Endkampf gegen ihn vernünftig gestalten. Sofort wieder auf die Alt-Drachen-Problematik zu wechseln, ist in meinen Augen, problematisch.

  9. es ist ja nicht nur die joko sache, das mit balty war meiner Meinung auch extrem eintäuschend. mehr habe ich da nicht ein zu werfen es ist halt schade.
    die Geschichten sind irgendwie gut aber extrem kurzlebig meine Meinung!

  10. Nach dem AMA (https://guildnews.de/mitschrift-ama-zu-lang-lebe-der-lich) sollte klar sein, dass Joko wirklich tot ist.
    Schade, da hätte man mehr draus machen können. Aber andererseits nicht wirklich überraschend, wenn man sich das Ende der anderen Endgegner anguckt..

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