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PvP: Ben P. äußert sich zum Matchmaking

Nicht nur auf den sozialen Plattformen, sondern auch im offiziellen Forum herrscht aktuell keine gute Stimmung. Speziell im PvP-Bereich finden sich fast täglich Beschwerden über den Stand der Dinge. Nun hat Ben Phongluangtham auf einen der zahlreichen Posts geantwortet, um die emotionale Diskussion etwas objektiver zu machen.

Ben P. äußert sich zum Matchmaking

Ben P. äußert sich zum Matchmaking

Der Spieler crepuscular äußerte in diesem Beitrag seinen Unmut über das Matchmaking. Nachdem er über 6 Minuten auf ein Spiel warten musste, verlief dieses äußerst einseitig. Dadurch entstand wohl der Eindruck, das Matchmaking würde ihn bei hoher Wartezeit in schlecht ausgeglichene Spiele schicken. Andere Spieler nutzten diese Chance sich ebenfalls negativ zu äußern.

Ben nutzte die Gelegenheit und suchte die Spielerwertungen des Matches heraus. Nach seiner Aussage hat der Matchmaker hier gut funktioniert, da das durchschnittliche Rating beider Teams recht nah beieinander lag. Er gab ebenfalls zu bedenken, dass der Endstand und Spielverlauf eines Matches nicht zwangsweise ein Indikator für ein gutes Matchmaking seien, da es viele Faktoren gibt, welche zum Verlauf beitragen.

Matchmaking für unbewertete Spiele

Auf die Aussage, dass der Matchmaker im Unranked wesentlich schlechter funktioniert als im Ranked, ging Ben ebenfalls ein. Der Matchmaker ist im Grunde der Gleiche, mit dem Unterschied, dass er früher beginnt nach Spielern zu suchen, welche vom Rating her weiter weg sind. Zudem ist die Population während einer Saison im Unranked deutlich niedriger, welches das Problem verschärft.

Problematik mit den Klassen

Der dritte Punkt, auf den Ben eingeht, ist das klassenspezifische Rating. Dieses Rating wird zwar erstellt und seitens der Entwickler auch verfolgt, allerdings nicht für das Matchmaking herangezogen. Durch die Entscheidung, den Klassenwechsel zu Beginn einer Partie beizubehalten, würde das mit hoher Wahrscheinlichkeit von Spielern missbraucht werden. Hinzu käme der Umstand, dass das aktuelle Balancing einer Klasse direkten Einfluss auf das Rating mit sich brächte, noch mehr als aktuell.

Aktuell schaut das Matchmaking nur auf die Anzahl der jeweiligen Klassen in einem Team, so dass bereits zu Beginn das Klassen-Stacking minimiert wird. Dies lässt sich aber durch Klassenwechsel umgehen bzw. zu Gunsten einer besseren Teamzusammenstellung verbessern. Eine Möglichkeit die klassenspezifischen Ratings einzusehen gibt es aktuell nicht.

Das Thema Matchmaking wird immer wieder, mal mehr, mal weniger kontrovers, diskutiert. So entstehen des öfteren Beiträge, in denen die Verfasser meist in unschönem Tonfall ihre Sicht der Dinge darlegen. Antworten von Entwicklern werden, wie auch in diesem Fall, aber sehr positiv aufgenommen und sind oft in der Lage, die Diskussion in konstruktive Bahnen zu lenken.

Khaine411

Andy, 28, seit 2007 im Guild Wars Universum unterwegs. Hauptsächlich in sPvP, Fraktalen und Story-Instanzen unterwegs. Stolzer Besitzer von Kamohoali'i Kotaki. Ingame: Madara.7435

Ein Kommentar

  1. In dem Punkt, dass der Endstand eines Matches nicht zwangsweise ein Indikator für ein gutes Matchmaking sein muss muss ich Ben P. völlig recht geben. Ansich ausgeglichene Matches können durch ein oder zwei Situationen am Anfang des Spiels stark in eine Richtung kippen wodurch schon mal ein 500-100 entstehen kann, wobei, wenn die Situationen am Anfang des Spiels anders verlaufen wären ein 100- 500 entstanden wäre. Der Endstand des Spiels ist schlechter Indukator für das Matchmaking.

    Ich seh aber noch 2 weitere Probleme die hier noch nicht erwähnt wurden.

    1.) Das Matchmaking gleicht die Teams mit Hilfe ihres MMR aus, aber vergleicht beim Anpassen des MMR nach dem Spiel nur das MMR des einzelnen Spielers mit dem durchschnittlichen MMR des gegnerischen Teams. Sprich das mtchmaking versucht eine Situation zu erschaffen in der beide Teams eine 50% win rate haben, aber bestraft die Spieler mit höherem MMR härter, wenn sie verlieren bzw. belohnt die Spieler mit niedrigerem MMR stärker, wenn sie gewinnen. Man wird also vom Matchmaking gepunished, wenn es einen in Matches steckt indenen man man da höchste MMR hat. Erschwerend kommt hinzu, dass wenn man ein höheres MMR hat eine höhere Wahrscheinlichkeit mit Leuten in ein Match zu kommen, welches ein niedrigeres MMR haben als man selbst, weil es rein statistisch ( vgl. Normalverteilung) einfach mehr Leute gibt die ein etwas niedrigeres MMR haben als man selbst als ein höheres. Das ganze verschärft sich zunehmend je weniger Spieler das Matchmaking zur verfügung hat. Das führt dazu, dass man abhängig davon wann man seine Spiele spielt selbst auf einem anderem MMR landet und es mit höherem MMR besser ist zur Prime Time zu spielen als außerhalb davon.

    2.) Ein weiteres Problem seh ich darin, dass man recht schnell auf- und absteigt. Wir alle haben mal gute Tage an denen es besser läuft und schlechte an denen es schlechter läuft. Und manchmal hat man davon auch mehrere nacheinander. Man muss bei +-12 z.b. nur 8 Spiele mehr gewinnen als verlieren oder verlieren als gewinnen um etwa 100 MMR auf- oder abzusteigen. 100 MMR mehr oder weniger zu haben ist viel und wenn man mit 100 MMR mehr oder weniger ins Matchmaking geht ist das oft schon deutlich spürbar. Natürlich kommt man später auch wieder auch sein altes MMR auf das man gehört, aber bis dahin sind die Spiele unausgeglichen. Man ist ja auch nicht der einzige im Match dessen MMR schwankt. Die MMR der 9 anderen tun dies ja auch. Ich denke deshalb, dass es dem Matchmaking besser tun würde, wenn man die MMR weniger schwanken, sodass man zb. nur zwischen 1550 und 1650 statt zwischen 1500 und 1700 schwankt. Und außerdem würde das MMR dadurch aussagekräftiger werden.

    Naja, ich mag das Spiel trotzdem. <3

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