Casual Guild Wars – Wir müssen reden!

Kinder, wir müssen reden! Ich frage mich manchmal wirklich was mit euch los ist. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich für Guildnews aktiv bin und dadurch besonders viel davon lese und mitbekomme. Doch frage ich mich auch regelmäßig, ob es nicht an mir liegt, ob meine Ansprüche einfach zu gering sind.

Wer meine Kolumne kennt weiß genau wie leicht mich ArenaNet um den Finger wickeln kann.

Doch worum geht es eigentlich?

Wann immer es um die neuen Landschaften geht, mit denen uns die Schöpfer Tyrias nun schon einigen Monaten ziemlich regelmäßig beglücken, muss man sich auf verschiedene Weise anhören, wie unzureichend die Inhalte doch sind. Die Story wäre zu kurz, die Gebiete zu klein, die Events zu wenig, zu kurz, zu langweilig…

Wahrscheinlich gäbe es noch einiges aufzuzählen. Nachvollziehen kann ich aber nichts davon. Wie bereits in der letzten Ausgabe erläutert ist die Richtung die ArenaNet fährt für mich das Ankommen nach einer langen Reise. Ich mag die vielen neuen Gebiete. Jedes davon hat einen ganz eigenen Charakter, nicht nur des Landschaftstypus wegen.

Auch die spielmechanischen Eigenheiten finde ich wunderbar. Sie haben ihr Spiel damit nicht neu erfunden, aber es bringt frischen Wind. Zugegeben, dass die neuen Inhalte nett gemacht sind bestreiten die wenigsten. Der Master-Vorwurf ist schlicht, es wäre zu wenig und zu geringer Wiederspielwert.

Wiederspielwert?

Worin besteht der überhaupt? Was muss eine neue Map können um viel davon zu haben? Und, was ich mich am meisten frage, haben die alten Karten nicht viel weniger davon, obwohl sie uns jahrelang ausgereicht haben? Was bedeutet denn für euch Wiederspielwert?

Nur eines kann ich euch sagen, für einen Casual wie mich sind die neuen Maps ein Fest. Ich kann immer mal wieder hier und da vorbeischauen und hab wunderbar Abwechslung. Das Erspielen der auf den Maps erhältlichen Items kann mich auch durchaus über Monate beschäftigen, ohne Schwierigkeiten. Bis heute habe ich mir noch nicht alle Angebote und Erfolge des Blusteinsumpf erspielt. Selbst mit dem Herz von Maguuma hab ich noch das ein oder andere Hühnchen zu rupfen. Es gibt noch viel zu tun. Ich werde nie verstehen wie das einer in ein paar Tagen durchballern kann. Naja, wems Spaß macht.

Zum Schluss…

…möchte ich den eifrigeren Erkundern wünschen, sie mögen ihre Erfüllung finden. Den gestressten raten etwas entspannter an die ganze Sache ranzugehen. Und denen, die sich hier wiedererkennen sagen: Ihr seid nicht allein!

Gezeichnet
Darx „der schleichende Explorator“ Master

Über DarxMaster

Darx (since 1989), ist ein Zocker, seit er weiß wie ein Einschaltknopf funktioniert und mit Nightfall rückte das Guild Wars-Franchise in das Zentrum seines digitalen Daseins. (in game: DarxMaster.3819)

21 Kommentare

  1. Hallo Darx.

    Ich kann dir zustimmen und freue mich, nicht mit dieser Meinung allein zu sein 😉 GW2 ist ein MMORPG. Ich nutze diesen Aspekt zur Zeit selten und spiele meist allein. Die alte Weltkarte habe ich schon mehrfach erkundet und habe noch immer Charaktere mit denen ich diese Welt gern durchstreife. Die neuen Maguma-Karten habe ich 4 Mal erkundet. Und sie gefallen mir noch immer. Die noch neueren Karten habe ich bisher nur 1 Mal komplett besucht. Ich liebe die Vorgehensweise von ArenaNET. Die Lebendige Geschichte ist toll und es gibt sogar regelmäßig neue Gebiete mit teils neuen Gegnern und Spielmechaniken. Für mich als Casual gibt es in GW2 genug zu tun. Wer alles im Spiel schon zu 100% durch hat, den kann ich verstehen, dass er ungeduldig wartet. Aber davon gibt es sicher nicht viele. Das Einzige, was mich traurig stimmt, ist das Ende einer Episode. Weil ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht 🙂 Wie bei einer guten Animes/Serien. Da kommen einem 20 Minuten wie 5 vor, wenn es einem gefällt und man wartet auf die nächste Episode 🙂 Das bedeutet aber nicht, dass es zu wenig Inhalt gibt. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich GW2 starte. (Aber es gibt auch die Möglichkeit, zwischendurch einfach ein anderes Spiel zu spielen. Abwechslung soll bekanntlich gut sein 🙂 )

    Grüße, NachtWolf

    • GW2 ist schon lange kein MMORPG mehr, sondern nur noch ein MMO-Grinder. Die beiden wichtigesten Elemente eines RPGs sind schon sehr lange nicht mehr wichtig im Spiel, sondern werden komplett ausser acht gelassen (Dungeons) oder mal eben durchgespielt und dann nie wieder (Story), weil sie an manchen Stellen zu dröge, langatmig oder einfach nur langweilig sind.

      GW hob sich eigentlich immer von anderen MMOs dadurch ab, dass man so gut wie alles alleine erreichen konnte. Aber mittlerweile geht alles nur noch mit Zergs. Man muss nichts können, nur stupide mitrennen. Und dann failt vieles, eben weil die Leute nichts mehr können… (Ich sag nur CC)

      Das ständige Gejammer „zu wenig Content“ sind die Spieler aber auch selbst schuld. Stunden vor dem Update stehen alle parat und sind ungeduldig. Dann ziehen sie alles sofort durch, sind nach kurzer Zeit fertig und ziehen von dannen. Einige spielen dann noch 1-2 weitere Chars und das wars dann auch wieder. Inhalt gibt es schon, aber keinen reizvollen. Potthässliche Legys, langweiliges gegrinde, langatmige Story (mit 2 Episoden die sinnfrei und unlogisch sind) und die viel zu schwierigen Raids.

      • Naja, den Content könnte man „künstlich“ strecken indem einzelne storyabschnitte erst nach und nach freigeschaltet werden wie in der Silberwüste und der Trockenkuppe oder indem man zwischen jeder Storymission einen Tag warten muss um ein besseres Gefühl dafür zu vermitteln- dass der Konflickt nicht schon wenige stunden nachem er ausbrach schon wieder vorbei ist…

        …dafür müssten aber die einzelnen Storyanschnitte selbst komplexer sein; ähnliches wurde ja vor der Trockenkuppe versucht – mit dem blöden Nebeneffekt, dass wer nicht zu der Zeit on war, den Storypart nicht mehr spielen konnte…

        …man müsste also ein Zwischending zwischen altem und neuem Storytelling finden.

         

        Beim Zergen weiß ich halt auch nicht, wie man individuelle Minderleistungen einerseits bestrafen soll ohne alle Teilnehmer in Kollektivhaftung zu nehmen und andererseits verhindern kann dass sich reines Geleeche auszahlt. Breakbars sind dabei dass eine; den schaden den einige Spieler offensichtlich (nicht)Machen das Andere – wenn man selbst die ganze Zeit mit einem Fuß im Grab steht, weil dass Massenevent durch massig Spieler Hochskalliert wurde, die offensichtlich einstecken können wie irgendwas dass für seine außergewöhnlichen Nehmerqualitäten bekannt ist, aber den Gegnern kaum schaden machen ist man Breakbarunabhängig genervt wenn man weis, das man das Event mit 10 statt deutlich mehr Spielern weit schneller und Risikoärmer erledigt hätte; selbst wenn diese nicht Meta sind, aber ihre Build wenigstens mit dem ziel erstellt haben schaden zu machen und ne ordentliche Bersi Ausrüstung tragen anstelle offensichtlich Soldier o.ä.

         

  2. Das ist eine Krankheit die sich leider nicht nur auf GW2 beschränkt.

    Ich habe das Gefühl das die meisten nicht mehr aus Spaß spielen sondern mit einem überzogenen Leistungsdenken an die Sache gehen. Immer nach dem Motto der erste sein zu müssen der durch ist. So schnell wie Spieler heut zu Tage Inhalte konsumieren kann kein Entwickler hinterher kommen und neue Inhalte liefern.

    Die Spiele sind nicht darauf ausgelegt, das man 8h am Tag spielen kann. Kommt man die Woche 2-3 Tage Abends online für 2-4h hat jedes MMORPG Spielspaß und Beschäftigung ohne Ende. Aber wie soll man Content schaffen der Spieler unterhält die schon fast hauptberuflich das Spiel spielen. Wenn man diese Spieler bedienen würde durch den Grind (anders kann man gar nicht künstliche Spielzeit in dem Volumen erzeugen) dann werden alle Spieler abgehängt die nur nebenbei spielen wollen, da sie nie den Grind zusammen bekommen.

    Die Masse und das Geld liegt in den wenig Spielern und so muss sich ANet auf diese konzentrieren und mit den heulenden Vielspielern leben. Denn alle kann man nie glücklich machen.

     

    • Selbst wenn man 24/7 spielt ist genug zeugs zu machen ;)…finde ich…

    • Teilweise hast du recht Eyora, aber das System der neueren Maps verlangt es einfach, dass man alles schnell sofort macht, weil man es sonst nicht mehr schafft. Die Erfolge sind einfach auf zuviele Spieler ausgelegt. Bestes Beispiel für mich ist der Shatterer. Den Erfolg kann ich nicht mehr beenden, weil keiner mehr die CC-Phasen macht. Wenn man mal genug Leute dort hat, ballern die einfach nur drauf los und ihnen ist egal wenn ein Kommi die entsprechenden Ansagen macht. Gleiches gilt für die „Aktuellen Events“ von denen ich auch keinen einzigen Erfolg habe und auch nicht mehr kriegen kann.

      Anet sollte es wieder so machen wie in GW1: Jeder Spieler kann die Quests selbst auslösen und auch alleine schaffen oder zumindest als 5er Gruppe. Aber wenn 50 Leute ständig Events failen lassen, weil sie zb CC nicht verstehen oder die Events selbst (Coalessenzen zb), dann ist die Schuld bei Anet zu suchen. Sie sollten ihre Spieler mittlerweile kennen… Aber Anet hört nur auf die High-End-Gamer….

      Und das Geld liegt de facto nicht an diesen High.End-Gamern, sondern an den Casuals! Wenn ich jeden Tag „mal eben“ T4 Dailys, Raid und andere Sachen durchziehe, verdiene ich sehr viel Gold. Da muss ich keine Gems kaufen. Casuals dagegen investieren lieber Geld, um sich Ingamestuff zu leisten.

      Der Großteil der Spieler sind eben die Casuals und die werden de facto völlig aussen vor gelassen. Bei mir in der Gilde sind einige, die die neuen Maps meiden, nie einen Raid von innen sehen werden und auch mit Hot überfordert sind. Und warum? Weil das Spiel mittlerweile zu 75% aus Wartezeit, Gruppen/Mapsuche und farmen besteht.

      • Aber wenn 50 Leute ständig Events failen lassen

        Beim Shatterer weiß ich es nicht, aber bei einigen Gegnern gilt: weniger ist mehr. Meine schnellsten und angenehmsten Kills bei der Wyvernmatriarchin in der grasgrünen Schwelle habe ich zu zweit erlebt. Mehr Spieler skalieren die Breakbar aber gleichzeitig fühlt sich offenbar keiner verantwortlich, sie mit CC zu brechen. Alleine schaff ich es nicht, aber mit dem Random der dabei war ging das locker.

        Das Scaling ist sicher nicht perfekt, aber zumindest einen Versuch die Events mit einer kleinen aber organisierten (Gilden-?)Gruppe zu schaffen ist es wert.

        Aber ja, als das noch neu war und jeder es brauchte war das definitiv leichter zu bekommen.

        Und immerhin einige der Erfolge der aktuellen Events sind ja auf Solospieler ausgelegt, z.B. Jormag verfolgen (evtl. musst du hier starten) oder der Riss-Stabilisator.

      • Die Länge der Story pro Release ist ok. Eigentlich bin ich sogar ganz froh, wenn ich es am Releaseabend schaffe sie abzuschließen. Dann muss ich nämlich nicht mehr auf Spoiler achten. 😉 Aber damit ist die Folge ja noch nicht durchgespielt, an den folgenden Tagen habe ich noch genug mit der Kartenerkundung und den Erfolgen zu tun. Es ist nur schade, dass die Story langsamer als früher verläuft, weil die Releases so weit auseinander liegen.

        Was den Wiederspielwert angeht hängt es von der Karte ab. Ich mag die Glutbucht immer noch, weil ich das Gefühl habe, dass ich dort angemessenen Loot bekomme und die Dailies nebenbei erledige. Die Gegner im Blutsteinsumpf sind mir zu nervig und ich sehe auch keinen erkennbaren Vorteil darin, auf gerade dieser Karte zu spielen. Bitterfrost ging mir schon am ersten Abend mit dem „hier, halt mal diese drölfzig Items“ dermaßen auf den Zeiger, dass ich sie nach Abschluss der Erfolge nicht wieder betreten habe. Noch nerviger als Blutsteinsumpf und auch keinen erkennbaren Grund sich damit rumzuschlagen? Das ist das glatte Gegenteil von Wiederspielwert! (Ironischerweise erledige ich trotzdem immer eine Daily aus ausgerechnet der Folge – beim Ernten in meiner Heimatinstanz.)

        Die aktuelle Karte kann ich noch nicht bewerten. Die Itemflut für die Erfolge hat mich wieder genervt, aber diesmal ist das ja einmalig. Sie wird mich für die Erfolge noch eine Weile beschäftigen, aber ob ich dauerhaft dort spiele muss sich noch zeigen. Die vergleichsweise große Anzahl an T6 Knoten (Ori und Holz) könnte aber eine Motivation sein, immer mal wieder reinzuschauen.

        Die Größe der Karten ist auch in Ordnung. Die müssen ja auch mit irgendwas gefüllt werden, d.h. je größer die Karte ist desto mehr Events und statische Inhalte (Herzchen, Siedlungen/NPCs) muss Anet sich ausdenken. Lieber eine überschaubare Anzahl sinnvoller Events als gezwungen gestreckte Menge, die sich nur nach Füllmaterial anfühlt. Oder noch schlimmer: die selbe Menge Content einfach nur mit mehr Laufwegen – das kann doch auch keiner ernsthaft wollen.

        Orr hatte damals den Vorteil, eines der wenigen Gebiete für Stufe 80 zu sein. Und damit eine der wenigen Quellen für T6 Materialien, die man für das Craften von exotischer und legendärer Ausrüstung benötigt hat. Dafür musste man natürlich immer wieder da hin. Mittlerweile hat man dafür wesentlich mehr Auswahl und kann auch in weniger trostlosen Gebieten farmen. Es bleibt aber die Erinnerung, dass es sich damals gelohnt hat diese Gebiete zu spielen. Mit den neuen Gebieten verbinde ich keinen Grund spezifisch dort zu spielen. Außer vielleicht der Kartenwährung, aber die interessanten Items hat man ja auch relativ schnell gekauft. Daher haben sie gefühlt weniger Wiederspielwert.

  3. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. GW2 fesselt mich und bringt mir viele Stunden lustiger Freizeit mit meinen Gildenkollegen. Dabei ist es egal ob wir in Tyria unterwegs sind oder im WvW.
    Die Lebendige Welt 3 hat uns bis dato 4 neue Karten gebracht. Völlig kostenfrei möchte ich betonen! Neue Aufgaben, Gebiete und teils auch lustige Ideen bei den Erfolgen.
    In den letzten viereinhalb Jahren habe ich ca 90,-EUR für das Spiel ausgegeben, was ca. 1,66 EUR im Monat bedeutet. Das sollen andere MMOs erst mal nachmachen 🙂
    Natürlich liegt es in der Natur der Menschen immer mehr zu wollen, aber GW2 bietet für wenig unheimlich viel. Ich hab bis dato nichts besseres gefunden und ich bezweifle das mich diese ganzen asiatisch angehauchten MassenMMOs auch nur ansatzweise jemals so fesseln werden wie Gw2.
    Weiter so ArenaNET und danke!

  4. Vielen Dank an DarxMaster für diesen Artikel!

    Neben Beruf und Familie bin ich froh wenn ich in der Woche für ein paar Stunden

    GW2 richtig genießen kann.

  5. Ich persönlich bin definitiv kein viel Spieler, vielmehr spiele ich wenn es etwas zu spielen gibt, somit verstehe ich den Wiederspielwert recht gut.
    Ich habe zum Release gespielt und nach Story, Welterkundung, Dungeons und Jumping Puzzles war es recht langweilig, viele meiner Freunde hörten auf, da Legy bauen oder ähnlich damals noch schwieriger war als heute.
    Dann kam die Living Story 1 und auf einmal gab es viel zu tun, so viel, dass ich bei der Hälfte aufgehört habe zu spielen, weil ich einfach nicht alles machen konnte und man nur 2Wochen Zeit hatte, was mich sehr frustrierte.
    Vor dem Addon fing ich mit meinen Freunden wieder an, wir spielten die Living World 2 durch, machten einige Fractale und dann das Addon, danach hörten die meisten wieder auf.
    Ich habe danach mein erstes Legy gebaut, da mann endlich die Precursor craften konnte, auch spielte ich die verschiedenen Events durch, obwohl ich sie noch aus dem ersten Jahr kannte.
    Leider kam ich nie zum raiden, da meine Freunde aufgehört hatten und die meisten Raidgilden zu viel Aktivität fordern.

    Jetzt zur Living World 3, ich finde die Story nicht zu kurz da ich schön 2-3 tage daran spielen kann, ich finde jedoch die release abstände zu groß, waren sie in der ersten zu kurz und vorallem endgültig ohne die möglichkeit den Content nachzuholen, sind sie jetzt recht lang.
    auch die kartengröße ist für die contentmenge vollkommen  in ordnung, schön wäre zur Halbzeit und zum ende der Living world jeweil ein etwas größeres Update.
    Aber die Karten selbst bieten tatsächlich wenig wiederspielwert, es gibt kein Großes Meta oder Boss der richtig Loot gibt, es gibt kein Map Completion reward der für irgendwas relevant wäre, somit bleiben die ascended sachen die man grinden könnte, wollte man weitere charaktere ausrüsten.

    • Die Abstände finde ich nicht zu groß, nur den Inhalt zu kurz. Am Releasetag einloggen, 2-3 Stunden spielen, alles fertig.

      Ich fand die LS1 sehr spannend, bisher auch am besten was Story betrifft. Vermutlich hat der kurze INtervall dafür gesorgt, dass die Spieler sich an ein „Schnell durch sonst machts keiner mehr“ gewöhnt haben. Habe auch einige Erfolge der LS1 nicht machen können, weil ich nicht im releasetag online war. Die Marionette beispielsweise ist nur gefailt wenn ich da war, weil alle großen Gilden dies schon fertig hatten. Blieben dann nur Leute übrig die nicht wussten wie es geht oder konsequent den Chat ignorierten…

      LS1 hatte das Problem, dass man aufgrund des Inhalts ein erneut spielen nicht realisieren konnte. Das Problem haben 2+3 nicht, da es dafür extra Maps gibt.

  6. Die Story hat für mich einfach kein Reiz mehr gefunden um sie zu spielen. Für mich geht sie einfach viel zu zäh und langweilig voran, was mich abhält sie zu spielen. Mir fehlen halt einfach auch Entscheidungen, wie in der Hauptstory. Hier wird dir alles vorgeben was passieren wird und das macht es halt wenigen attraktive. Die Konsequenzen zu den Entscheidungen fehlen.
    Es nervt halt, dass man teils Beherschungspunkte braucht um die Story weiter spielen zu dürfen, vor allem am Anfang von Hot. Was meine Gildis abhält überhaupt noch GW2 zu spielen. Die drei Anfangs Karten von Hot sind für mich bis heute viel zu unübersichtlich und zu viele Ebenen. Über die neuen Karten kann ich nichts sagen, da ich sie halt nur Spiele, wenn ich auch mit der Story soweit bin und das bin ich nicht.
     
    Anet hat zwar einiges verbessert, aber es fehlt halt die große Innovation um den Leuten überhaupt GW2 wieder schmackhaft zu machen. Und neue Farminigkarten finde ich auch keine Lösung bis zur nächsten Story Kaptiel.

    • Entscheidungen wirst du niemals erleben. Es bedeutet Content zu erstellen der je Entscheidung nicht genutzt wird. Andere MMORPGs haben dasselbe versucht und sind daran gescheitert.

      Das mit den Fähigkeitenpunkten macht schon Sinn, um die Spieler mit einer Entwicklung des Charakters zu belohnen und es geht ja auch weiter. Das man in GW2 dafür viel Grinden muss, ist eigentlich klar. Grinden und Farmen waren immer der Hauptbestandteil von GW2.

      Mich würde allerdings wirklich mal interessieren ob die einen generellen Plan haben. Es wirkt immer alles sehr improvisiert. Hab jetzt neu angefangen. Und da macht das Spiel zumindest so weit Spaß… ok das mit der letzten Spezialisierung hätte man anders lösen können, da gebe ich dir recht. Man muss sie haben. Bekommt sie aber nur in den neuen Gebieten voll. Dann steht man mit einem gepushten Char in Hots und braucht ewig viele Punkte für die PVE-Skillung.

    • Ein weiteres Problem mit Entscheidungen ist, wenn sie wie in der Hauptstory erst später relevant werden, dass die Living Story optional ist. Du kannst einfach jetzt einen neuen Char erstellen, die persönliche Geschischte und HoT überspringen und gleich in die aktuelle Episode einsteigen.

      Beispiel: Angenommen du hättest in Episode 2 irgendwo eine Entscheidung zwischen den beiden Menschen in der Klinge des Schicksals 2.0, Kasmeer und Jory, treffen müssen und die andere würde dich jetzt durch die aktuelle (menschenlastige) Story begleiten. Welche wäre das, wenn du Episode 2 nicht gespielt hast? Und welche wäre das, wenn du Episode 2 nichtmal freigeschaltet hast? (Benötigt auch angepasste Dialoge, da „Da ihr [die andere] mit einer anderen Aufgabe betreut habt bin ich nun alleine hier“ nicht passt.)

      Die persönliche Geschichte musste man in der vorgegebenen Reihenfolge spielen, da ging sowas. Außerdem gab es dafür zum Release wohl auch mehr Budget als für ein kostenloses Update.

      Eine kleinere Wegänderung innerhalb einer Episode sollte allerdings möglich sein. Das würde aber trotzdem bedeuten, dass man von der selben Gesamtmenge Content bei jedem Durchspielen nur noch einen Teil sieht.

      Versteh mich nicht falsch, ich fänd es großartig wenn das ginge. Aber realistisch betrachtet würde sich Anet damit wohl übernehmen.

    • Das Konzept der HOT-Maps finde ich super. Aber Anet hat es falsch gemacht! Sie haben die Spieler von den flachen Maps direkt in diese komplexen Maps gestoßen. Ich war anfangs auch überfordert damit. Besser wäre es gewesen, wenn HOT erst das 2.Addon geworden wäre und man vorher einen anderen Drachen gewählt hätte. Die Maps hätten dann auch zu gewissen Teilen verschiedene Ebenen haben können, aber linearer und nicht so verworren. Ich verlaufe mich heute noch dort, obwohl ich bereits mit 13 Chars 100% der HOT-Maps erkundet habe.

      Das man Beherrschungspunkte zum weiterspielen benötigt, fand ich genial! Dadurch haben die Maps Wiederspielwert bekommen. Man musste mehr herumlaufen und machen.

      Das Grinden und Farmen schon immer Hauptbestandteil von GW waren ist aber Unsinn. Ich farme generell nicht! Und habe dennoch 7 Legys und genug Gold. Ich kann mir jederzeit eine ASC Rüstung aus dem Ärmel schütteln, weil man genug nebenbei bekommt und nur wenig dazu kaufen muss. GW1 bestach vor allem wegen seiner Story, die man machen musste um weite rzu kommen. Das würde ich mir für GW2 auch wünschen, ist aber nicht mehr möglich, ausser vielleicht beim nächsten Add On. In GW1 hatte man auch erst ganz zum Schluß alle Skills und zwangsweise die Story. Der nächste Schwerpunkt waren dann die Quests, von denen es extrem viele gab.

      Entsheidungsmöglichkeiten in der Story finde ich unwichtig und schwer umsetzbar. Was ich mir aber wünschen würde ist ein Skip-Knopf für alle Sprachszenen, NACHDEM man die Story einmal mit dem Acc durch hat.

  7. Die neuen Maps sind gerade für Casuals extrem schlecht gemacht. Bevor die neueste Map zugänglich war, wusste ich bereits was passieren würde: In den ersten 2-3 Tagen ist sie überlaufen, alle arbeiten ganz schnell ihre Achivements ab und das wars. Tote Hose. Wer erst am Wochenende oder gar später Zeit hat, der benötigt enorm viel Zeit für viele Achis, weil dazu leider immer viele Leute erforderlich sind.

    Und genau das ist es, was diese Maps sinnfrei macht! Was soll man dort, nachdem man die Achis erledigt hat? Daylis? Sorry, aber wenn ich alle Daylis machen würde, wäre ich schon mehr als eine Stunde beschäftigt. Und wofür? Nichts was ich irgendwie gebrauchen könnte.

    Besonders nervtötend ist es, dass Anet nicht versteht, dass Gruppencontent fehlt! Statt dessen werden immer nur Massenevents erzeugt, auf die man dann auch teilweise sehr lange warten muss. Das was GW eigentlich ausgemacht hat, ist inzwischen völlig verloren gegangen! Ich habe als Casual einfach nicht mehr die Möglichkeit MAL EBEN etwas zu tun. Alles erfordert enorm viel Zeit. Sei es die Suche nach einer Map, auf der auch was los ist, oder die Suche nach einer Gruppe, da man alleine keine Schnitte hat.

    Ich muss sagen, die neue Map ist schon ein ganzes Stück besser als die vorherigen, da Bitterfrost z.B. einfach nur nervtötend ist (alle 2m wird man geslowt, gestunned etc. und hat Schwierigkeiten alleine durch zu kommen, wenn man kein Nekro oder Wächter ist). In Bitterfrost bin ich aber noch einige Zeit unterwegs gewesen, um Beeren zu farmen, damit ich mir sofort neuen Schmuck kaufen kann, falls ich eine weitere bzw. neue Ausrüstung benötige. Seit dem Nerf ist das aber auch nicht mehr so ergiebig, so dass ich es maximal mit einem Char am Tag mache. Ansonsten fand ich sowohl die Map als auch die Story dort einfach nur überflüssig.

    Die Glutbucht hatte ich auch an 2 Tagen durch, inkl. Story und JP. Habe mir noch die Mühe gemacht mit 2 weiteren Chars 100% zu kriegen und das wars. Seit dem war ich nicht mehr dort.

    In der Glutbucht war ich ein paar mal mehr. Mit allen meinen Chars Map 100% gemacht, weil dort die Währung neu war und ich mir damit Schmuck geholt habe.

    Seit HOT setzt Anet nur noch auf Massenevents. Die HOT-Maps selbst waren gut gemacht, da man sehr viel Zeit benötigt hat, um dort alles zu bekommen. Ausserdem musste man mit jeder Klasse wegen der Beherrschungen und diverser Sammelerfolge dort hin. Das einzige Problem sind aber immer noch die Timer. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme und eine DS-Map machen möchte, muss meist warten und dann auch noch Glück haben, dass es genug Leute gibt die die selbe Idee haben und es auch können. So oft Fail-Maps gehabt oder keine gefunden…. Gleiches gilt für Tarir, was seit dem entfernen von Multiloot (was ich eig. gut finde das es entfernt wurde) ganz tot ist.

    Bei den neuen Maps muss man als großer Zerg herumlaufen, wozu man natürlich erst einmal einen finden muss. Die Chancen sind relativ gering innerhalb der Woche. Wenn man keiner Massengilde angehört, die so etwas organisieren könnte, hat man verloren.

    Anet kümmert sich nur noch um die „Pro-Gamer“. Der Raid ist für mich nicht machbar, da ich in keiner Raid-Gilde bin. Wer nicht von Anfang an mit seiner Gilde dabei war, hat auch verloren. Keiner nimmt einen mit, wenn man nicht 50LI oder mehr hat. Es spielt keine Rolle wie gut man ist. Es zählt nur wie oft man es schon geschafft hat. Wie aber soll man es schaffen, wenn niemand einen mitnimmt? Vor allem weil am Wochenende keiner mehr raidet, da alle meist Montag-Mittwoch durch sind. In der Woche habe ich keine Zeit für so etwas, weil es einfach zu Zeitintensiv ist. Immer erst eine Gruppe suchen, warten bis es losgeht, vielleicht 1-2x failen und Zack hat man für einen Wing 2 Std. verbraten, wenn man überhaupt so weit kommt…

    Das schlimmste am Raid ist, dass man endlich eine Klasse ausgerüstet hat, zb den Chrono-Tank mit Kommandierender Rüsstung, und dann einfach durch ein paar Änderungn die extrem teure Rüstung völlig nutzlos wird. Oder man hat eine Klasse/Rota geübt und kann sie nun sehr gut und auf einmal wird sie für den Raid nutzlos oder ganz anders gespielt. So haben Casuals keine Chance sich in den Raid einzuarbeiten. Warum nicht einfach mal alles so lassen? Warum nicht einmal ORDENTLICH programmieren/planen? Nein, ständig wird etwas geändert, nur weil ein paar wenige Spieler irgendetwas ausnutzen oder eine Klasse zeitweise bevorzugt oder ausgeklammert wird. Wenn man das nicht haben will, dann sollte man alle Klassen gleich stark/nützlich machen, was Anet ja angeblich auch will.

    Warum vernachlässigt Anet das 5er-Gruppenspiel vollständig? Und warum sind die Dungeons komplett ausgestorben? Dungeons sind eines der elementarsten Inhalte von MMOs (nach der Story). Warum keinen Hardmode dafür einbauen? Warum nicht variabler gestalten, indem Zufallsevents auftauchen können (so wie zb in Asc der Troll) oder Speedruns unterbinden indem man jeden Raum clearen muss? Gerade jetzt wäre es ein leichtes gewesen CM umzugestalten, um es der Story anzupassen. Da hätte man prima einen neuen Pfad einbinden können oder was auch immer….

    Von allen Seiten höre ich das selbe:

    Top-Spieler haben den Raid und Fraktale, alle anderen kriegen nichts.

    Hinzu kommen noch die derb üblen neuen Legys. So was hässliches hab ich selten gesehen. Spieler wollen „episch“ aussehen und kein Aquarium auf dem Rücken tragen oder ein Schiff in der Hand halten. Also auch dort kein Ansporn.

    Ich muss zugeben, auch die anderen Maps sind tot, nicht nur die neuen. Lediglich SW findet man immer was. Aber versuch mal in Orr die Tempel zu machen. Früher konnte man das rund um die Uhr, weil immer jemand da war. Ich war seit über einem Jahr nicht mehr dort, weil da kein Mensch mehr ist, ausser neue Spieler. Wenn man Obsis benötigt und niemand das Event macht, steht man doof da. Habe vor kurzem erst 3 Wochen nur in Orr herum gestanden, nur um Obsis kaufen zu können. Selbst als Kommi im LFG kriegt man da niemanden mehr hin…

    Der richtige Weg wäre defintiv, weg von dem ganzen kurzzeitgegrinde, hin zu neuen längeren Questreihen, die man solo oder als Gruppe machen kann und selbst startet, statt ewig auf Zufallsevents zu warten. Bis heute habe ich zb die „Aktuellen Events“ nicht, weil ich in der Woche wo sie ins Spiel kamen keine Zeit hatte. Danach failte jedes Event. Um so ärgerlicher ist das ganze, weil man immer ewig warten muss bis es wieder auftaucht…

    Mich langweilt GW immer mehr. Die wenigen Ziele die ich noch habe sind bald erreicht. Aktuell versuche ich im Raid Fuß zu fassen, aber denke das das scheitern wird, weil man dazu in einer Raid Gilde sein muss, was ich defintiv nicht tun werde, da ich mit Freunden in einer kleinen lustigen Gilde bin. Ich hoffe stark, dass GW wieder zu GW wird und nicht immer weiter zu einem WOW-Clon. Bin gespannt auf die weitere Story, da die aktuelle und die davor nichts vorangetrieben hat.

    Das waren einfach mal meine 2 Cent.

    • WoW hat aber keine Massenevents. Das ist alles Solo-Gameplay außer Dungeons und Raids und auch alles alleine machbar.

      • Aber GW2 waren schon immer Zergrennen. Gerade in der LW1 hat man nur alle zwei Wochen eingeloggt und gefragt wo der Zerg gerade rennt. Story etc. hat man leicht verpasst. Immer dem Zerg nach Stunde um Stunde. Zur Abwechslung Zergrennen im WvWvW, deswegen hatte ich auch aufgehört, das war mir zu dumm. Jetzt bekomme ich vielleicht einige Erfolge nicht mehr aber dafür macht es allein oder mit wenigen mehr Spaß.

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