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Entwickler-Tracker: Kein Menü für Spieler-zu-Spieler-Handel

Immer wieder werden Stimmen laut von Spielern, die sich das gleiche Handelssystem wie in Guild Wars wünschen. Gaile Gray hat nun im englischen Forum offiziell dazu Stellung genommen.

Entwickler-Tracker

Entwickler-Tracker: Kein Handelsmenü zwischen Spielern

In dem Vorgänger von Guild Wars 2 gab es keinen Handelsposten, durch den sich eine offen einsehbare Handelskultur entwickelte. Man wich dazu aus auf externe Foren, wo gehandelt wurde. Der Tausch im Spiel an sich funktionierte durch ein Handelsmenü, welchem beide Spieler beitreten mussten. Klingt per se zunächst fair. Jedoch ist bei solchen Angeboten nicht ersichtlich, ob es sich dabei um Wucher handelt und ob man nicht sogar etwas bei einem klassischen Kaufmann günstiger hätte erwerben können. Der Handelsposten reguliert sich automatisch durch Verkauf und Nachfrage, sodass er für jeden Spieler jederzeit verfolgbar ist.

Gaile Gray gibt in diesem Zusammenhang bekannt, dass es keine solche Handelsmöglichkeit gibt und geben wird, da man die Schwarzlöwenhandelsgesellschaft intensiv geplant hat. Sie gewährleistet allen Spielern einen fairen und sicheren Handel. Im Vergleich zum Handel in Guild Wars und anderen Spielen schützt man die Spieler damit auf Lug und Betrug hereinzufallen.

Forum
„In short: We saw the risks and the costs to players in Player-to-Player deals gone bad. They existed in Guild Wars; they existed in many other games. The development of the Trading Post was given a lot of thought and careful planning. The objective was to develop a system that allowed players to conduct transactions in a safe and secure manner. Personal opinion: I wouldn’t want us to go back. I’ve read the heart-wrenching appeals from scammed players and betrayed friends and guildies. I’ve seen the occasional gloat from someone who took advantage of others. Both convince me the TP is a very good, player-friendly system that benefits us all.“

Brauchen wir diese Handelsmöglichkeit?

Wir wissen, dass dies auch noch regelmäßig so gehandhabt wird. Gerade die Vorerzeugnisse für aufgestiegene Materialien mit ihrer zeitlichen Begrenzung bringen oftmals Spieler dazu auf die Hilfe anderer zurückzugreifen. Schickt man nun die Materialien an denjenigen, der seinen täglichen cooldown für einen benutzt, der gerade Deldrimorbarren benötigt, so ist man dort auf den guten Glauben angewiesen. Die einzige Möglichkeit die Materialien zu verschicken ist via Post.

Fühlt ihr euch dabei unsicher oder wurdet ihr dabei schon einmal übers Ohr gehauen? Ist der Handel zwischen Spielern doch schützenswerter und nicht ausreichend abgedeckt vom Handelsposten.

FroilleinK

Oder auch einfach Katie. Als Schreiberling tätig sowie für Community-Organisation, Events und Marketing bei Guildnews zuständig. Ansonsten kre/aktives Organisationstalent, das helfende Pfötchen stets parat, selbst und ständig - einfach ein wuseliger Allrounder. Ingame: FroilleinK.6723

13 Kommentare

  1. Ich persönlich bin ja froh das GW2 ein reguliertes Handelsystem hat, das ermöglicht Wucher oder Abzocke einzudämen.

    Obwohl direkt Handel manchmal echt helfen könnte und einfach mehr sicherheit in die verschiedenste Situationen einbringen kann.

  2. Ich finde es auch gut, dass es den Handelsposten gibt. Ich hätte keine Lust, wenn ich etwas kaufen oder verkaufen will, erstmal stundenlang irgendwo rumzustehen und den Handelschannel zuzuspammen.

    Die Möglichkeit direkt zu handeln wäre zwar manchmal nett, aber eigentlich ist sie unnötig.

    Das genannte Beispiel mit dem Cooldown würde nämlich so gar nicht funktionieren. Ich brauche ja erstmal alle Materialien um den Barren herzustellen. D.h. ich würde erstmal alle Items annehmen, mich an die Schmiedestation stellen und dann das fertige Item zurückgeben. Könnte aber auch einfach ausloggen und den Käufer dumm dastehen lassen. Das wird etwas besser, wenn ich aus meinen Vorräten erst was herstelle und dann direkt gegen Rohmaterialien tausche, ist aber trotzdem eine Einschränkung. Zudem verschiebt sich da das Risiko, dass ich auf einem Item sitzen bleibe, dass mir dann keiner abnimmt.

  3. Morgen,

    persönlich finde ich das es nur zwei Grunde gibt warum anet es nicht möglich macht untereinander zu handeln.

    1: Spam im Chat- Städte
    2: Das AH nimmt Gold aus dem Spiel, Quasi die Handelssteuer

    Ansonsten kann ich nur zu wucher sagen, ein jeder macht sich doch schlau wenn er was kaufen möchte, wie im wahren leben laufen doch auch nicht alle zur Apotheke. (Grund haltlos)

    Es ist eigentlich einfach untereinander zu Handeln, wenn das Tool da wäre: Handels-Fenster untereinander (Rechtsklick auf die Person), der eine tut sein zeug rein der andre sein Gold, Beide haben ein Bestätigungs Button und sobald beide bestätigen ist der Handel abgeschlossen.
    Bestätigt eine der beiden Parteien nicht, so keine Abschluss des Handels. ( Risiko 0,0 % )

    Echt kein Hexenwerk, wie kompliziert immer gedacht wird und um das zu programmieren würde es keine 5min dauern 😉

    Ich persönlich kenne kein MMO wo es nicht beide Optionen des Handels gibt, also AH und untereinander, außer GW1&GW2

    Cheers

    1. Ganz so einfach ist es nun auch nicht. Eine Handelsoption geht sicherlich schneller als ein WvW-Rework :P, aber das macht auch nicht der Praktikant eben in der Mittagspause.

      Da muss nicht nur Code geschrieben und Grafiken für designt werden. Es gibt auch ein paar praktische Probleme, die zu lösen wären. Rein prophylaktisch hätte ich schon mal gerne eine Option zu verhindern, dass mich jemand mit Spammen von Handels-Requests nerven kann.

      GW2 wird es vielleicht weniger betreffen, aber auch mit dem Handelsfenster gibt es in anderen Spielen Probleme. Mal einigt man sich vorher in der Suchfunktion/Chat-Spam auf einen Betrag und der Käufer „vergisst“ hartnäckig eine Null. Oder der Verkäufer legt das gesuchte Item ins Fenster und tauscht es gegen ein wertloses mit dem selben Icon aus, in der Hoffnung den Zeitpunkt zu erwischen, zwischen Käufer prüft und Käufer drückt OK.

      Das heißt nicht, dass so ein System grundsätzlich schlecht wäre, aber man sollte eben nachdenken und es ordentlich machen damit es nicht noch zusätzliche Probleme verursacht. Und das – wie gesagt – dauert alleine schon länger als 5 Minuten.

      1. Da muss ich dir recht geben @ aginix, für manche anet Mitarbeiter ist strg +c—strg+v schon eine Herausforderung und bringt jedes mal die gleich Bugs mit sich.

        Ironie off, die cods sind schon da, es muss nur das Fester gebastelt werde 😉

        1. Von wo soll das denn gecopy/pastet werden? GW1? Dürfte zu anders sein. Und in GW2 wüsste ich gerade keine Stelle, an der man einen Handel beidseitig bestätigen müsste. Handel mit NPCs oder der Handelsposten ist ja nicht vergleichbar.

    2. 0% risiko ???? selbst bei solch ein system wie du es beschrieben hast ist das risiko nichmal ansatzweise 0%. grund ist sehr simple da immer einer zuerst bestätigen muss. was meinst du wie in anderen spielen andere beklaut werden durch solch ein system?

      1. Das System nutzt GW1 auch. Es ist sicher, solange man aufmerksam ist. Sobald einer bestätigt wurde, kann der andere natürlich nichts verändern. Wenn er was verändert, muss man erneut bestätigen.

        In GW1 hat Abzocke nur funktioniert, wenn Gegenstände in den Icons ähnlich aussahen oder man ähnlich klingende Gegenstände benutzt hat. Dann fiel es nicht auf, wenn kurz vor Abschluss nochmal was ausgetauscht wurde.

        Ich bin aber grundsätzlich auch gegen ein direktes Handelssystem!

        1. „so lange man aufmerksam ist“ – eben! Das widerspricht ja gerade 0% Risiko. Offensichtlich war das System anfällig genug, dass du hier eine Abzockmethode nennen kannst.

          So wahnsinnig nach einseitiger Bestätigung den Handel noch einseitig änderbar zu machen kann nun wirklich keiner sein. Aber trotzdem ist die Sperre offenbar nicht ausreichend.

  4. Der Handelsposten in GW2 ist das beste Handelssystem, das ich je in einem Multiplayer-Spiel gesehen habe. Das ist ein ganz dicker Pluspunkt für GW2.

    Und es gibt keinen Grund den Handelsposten zu umgehen außer der Gier (weil man die Handelsgebühr umgehen will). Und dann ist es imho auch völlig in Ordnung, wenn die Gierlappen ab und zu mal auf einen Betrüger reinfallen und alles weg ist. No risk no fun.

  5. Ich bin mit dem GW2 Handelsposten zufrieden. Das mit den Gebühren Gold aus dem Spiel genommen wird dürfte für eine MMO-Wirtschaft wichtig sein.

    Ich vermisse nur eine Möglichkeit accountgebundene Gegenstände die ich zuviel habe und nicht brauche an andere zu verschenken, z.B. Frisierkits, Teleport zum Freund u.ä. Werden sie aber wegen dem Gemstore nicht machen.

  6. In GW1 war es eine gute Einnahmequelle. Ich habe von Farmer stackweise Leinen usw. gekauft und dann mit Gewinn verkauft. Als ich mit meinem ersten Char in Ascalon ankam, habe ich eine Gruppe gefunden, mit der ich mich gleich bis zum Signalfeuerposten durchgekämpft habe. Von da hat jemand angeboten, gleich bis Droknars-Schmiede zu rushen. Eigentlich hatte ich keine Ahnung, was mich da erwartet, aber jemand meinte, da gibt es die max Rüssis. Der Rusher wollte zwar nur 3p haben haber das war fast alles, was ich hatte. Aber egal. So habe ich dann auch den ersten Kontakt mit dem Handelssystem erhalten. Dort angekommen, haben einem die Marktschreier begrüßt. Als ich ein paar angeflüstert habe, was die denn machen, war mir schnell klar, da geht doch was. Irgendwie Platin für den ersten Stack Leinentuchballen zusammengefarmt, dann den verkauft, gleich 2 Stack gekauft und so hat sich meine Freundesliste mit Anbieter und Kunden gefühlt.
    Eigentlich war ich die ersten Wochen mehr mit kaufen und verkaufen beschäftigt, als mit allem anderen.
    Mir hat das extrem viel Spaß gemacht, weil die Leute zum größten Teil einfach sehr nett waren.
    Ein Problem war auch die Platin-Transfusion. Man konnte nur Gold-Beträge, wenn ich mich richtig erinner, im Handelsfenster einzahlen und manche haben da mehr bezahlt, als die hätten müssen.
    Aber ich war so oft so ehrlich, dass hat vertrauen geweckt.
    Auch, dass ich sie auf Betrugsmaschen aufmerksam gemacht habe.

    Klar hat mir das System gefallen. Ich konnte eine menge Platin machen ohne zu Farmen.
    Aber trotzdem würde ich den Handelsposten nicht mehr missen wollen. Es ist gut so wie es ist.
    Am Anfang, als der Handelsposten noch nicht funktioniert hat, haben wir größere Transaktionen über eine Gildenbank abgewickelt. Käufer und Verkäufer konnten nur einzahlen, jemand drittes hat dann beide Freigeschaltet, wenn Betrag und Ware eingelagert worden sind. Ist zwar immer noch ein Risiko, aber dann müssen schon zwei betrügen wollen.

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