Around Guildwars 2: Online – Freundschaften Teil 2

In meiner letzten Kolumne hatte ich über das Thema “Online-Freundschaften” geschrieben. Ich habe euch versprochen, dass ich euch in meinem nächsten Artikel über meine Erfahrungen erzähle. Diesem Versprechen möchte ich nun nachkommen.

Around Guildwars 2: Online – Freundschaften Teil 2

Ihr habt schon fleißig eure Geschichten rundum das Thema „Online-Freundschaften“ in den Kommentaren erzählt. Nun möchte ich euch gerne meine Geschichten dazu erzählen. Ich bin ein sehr geselliger Mensch und verbringe ungern meine Zeit vor dem Rechner alleine. Aus diesem Grund bin ich wohl ein Fan vom Eintauchen in neue Spielwelten voller Intrigen und neuen Freunden.

So fand ich mich auch recht schnell zum GW2 Release in einer Gilde ein und fand dort neue Freunde. Das war für mich so wichtig, da ich mit meiner Familie umgezogen war und noch niemanden in meinem neuen beschaulichen Dörfchen kannte. So verbrachten wir Mittag um Mittag in Dungeons und levelten unsere Charaktere hoch. Dabei entstand auch der Name, den ALLE meine Charaktere tragen: Luna.

Wir waren in den Katakomben von Ascalon unterwegs und irgendjemand rief im Teamspeak „Hier braucht man mal dringend Licht, Frido mach mal Luna.“ Daraufhin entgegneten alle Luna ist der Mond nicht die Sonne, doch „Luna“ brannte sich bei mir ein und meine Charaktere mussten darunter leiden.

Die prägendste Erinnerung

Die Jahre vergingen wie im Flug. Ich lebte mich in meiner neuen Umgebung ein und auch in GW2 wuchsen die Freundschaften. Einige Kameraden gingen und neue kamen hinzu. Ich wähle bewusst den Begriff „Freundschaften“, denn Freundschaft war und ist für mich auch immer an die gegenseitige Unterstützung in allen Lebenslagen gebunden.

Und das habe ich eingangs bereits berichtet, als ich mich alleine gefühlt habe, waren meine „Gildies“ da und wir plauschten auch mal über ganz private Sachen im TS, weil es von der Seele geredet werden musste oder man auch einfach mal Rat brauchte. Und hierfür ist Guildwars 2 genial: Ich erinnere mich an endlose Maperkundungen, die aufgelockert wurden durch Themen, wie „ich habe endliche eine Freundin“ oder „boah meine Arbeit geht mir auf die Nerven“.

Es gibt soviel Content in Guildwars 2, welches du spielst, aber auch die Zeit hast, nebenbei zu quatschen, zu lachen, zu weinen. Das Wichtigste für mich war dabei, dass ich nie alleine war.

Neue Erweiterung – neue Herausforderungen

Als dann die erste Erweiterung „Heart of Thorns“ auf den Markt kam, gab es bei mir wieder einen richtigen Aufschwung in GW2. Neue Fähigkeiten und ein übermächtiger Feind drängten mich und meine Gilde wieder auf die Schlachtfelder Tyrias und eine neue Herausforderung kam auf die Gilde zu: die Raids.

Ich fand solch schwierigen Endcontent immer super, man konnte zeigen, wie gut man seine Klasse beherrschte. Doch es war nicht alles rosig, denn der Schwierigkeitsgrad verlangte der Gruppenorganisation alles ab und man musste sich koordinieren, aber auch Kritik von den Mitspielenden ertragen. Dadurch entwickelte ich mich weiter, denn folgende Eigenschaften besaß ich vorher noch nicht in dem Maße: Führung, Organisation und Kritikfähigkeit.

Und diese Anforderungen spalteten die Gilde und strapazierten damit auch langbewährte Freundschaften. Aber es zeigte sich, dass die gemeinsame vergangene Zeit dicker ist als irgendein Content. Wir rauften uns zusammen, weil wir uns schätzten und mochten und hier erkennt man auch wieder was Freundschaft bedeutet: Schwere Zeiten kann man gemeinsam überwinden.

Wir wurden immer besser als Team gegen die großen Raidbosse und die Abende, an denen wir uns metaphorisch in den Armen lagen oder einfach uns bejubelten, mehrten sich.

Abschließende Worte

Mit der zweiten Erweiterung „Path of Fire“ war wieder einige Zeit ins Land gezogen und es wurde ruhiger um mich aber nicht um meine Gilde. Ich studierte in einer neuen Stadt, musste meinen eigenen Haushalt schmeißen und auch parallel arbeiten gehen. Doch wann immer ich es brauchte und konnte, loggte ich mich wieder ein und es war wie früher: alte Freunde waren wieder da, die einen kannten, seitdem man ein pubertärer Jungspund war, und wir lachten und weinten wieder gemeinsam.

Soweit meine Geschichte in einem Abriss. Euch ist vielleicht aufgefallen, dass ich immer von „der Gilde“ sprach. Ich war seit Beginn von Guildwars 2 in der gleichen Gilde und bin es heute immer noch. Ich denke, das war einer der Gründe für die tiefen und festen Freundschaften, die sich entwickelten. Denn man wählte nicht die Flucht aus dem TS, wenn es Probleme gab, sondern löste sie gemeinsam. Ich bin dankbar an alle Menschen die mich seit jeher begleiten und freue mich auf weitere schöne Jahre.

Euer,

Frido

Über Frido

Ich bin Frido, 25 Jahre alt und seit Guildwars 1 nenne ich Tyria meine Heimat. Das Spiel begeistert mich vor allem durch seine Community und seine wunderbare Geschichte. Zu finden bin ich in fast jeder Schlacht im PvE, genieße aber auch die ruhigen Momente, um die tollen Landschaften auf mich wirken zu lassen. Ingame findet ihr mich unter FridoAhrendt.6541

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