ArenaNet präsentiert Gameplay zu Guild Wars 3
ArenaNet gab mir die Gelegenheit einen ersten Einblick in das Gameplay von Guild Wars 3 zu nehmen. In diesem Bericht erfahrt ihr, was ich erlebt habe.
ArenaNet präsentiert Gameplay zu Guild Wars 3
Letzte Woche war ich auf der Gamescom 2026 in Köln zu Gast. Im Zuge dessen wurde ich von ArenaNet eingeladen, mir im Businessbereich eine Live-Demonstration des Gameplays von Guild Wars 3 anzusehen. Anschließend gab es ein Q&A, bei dem wir Fragen stellen konnten. Colin Johanson hat uns als Gamedirector Rede und Antwort gestanden.
Alles begann auf einer grünen Wiese
Zu Beginn der Demonstration begleiteten wir einen menschlichen Krieger mit der Waffenkombination Schwert/Schild. An diesem Punkt wurde es für uns schon interessant, denn ihr werdet neben der Spezies auch Klassen wählen können. Im späteren Q&A wurden mir folgende drei Klassen bestätigt: Krieger, Waldläufer und Nekromant.
Direkt danach wurde der Charakter von Kevin Stocker, dem Lead Combat Designer, die nahe gelegene Wand hoch gesteuert. Oben angekommen, erreichten wir das Lager der Vael-Wächter. Es war ein recht schlichtes Lager, das aus im Kreis angeordneten Zelten bestand. In der Mitte lag ein Vael, den wir bereits aus dem ersten Trailer kennen – einen der fliegen Bisons. Diese Lager sind augenscheinlich über ganz Orr verteilt und dienen uns als soziale Treffpunkte.
Die Welt von Guild Wars 3 wird nicht mehr, wie in Guild Wars 2, auf Massenschlachten und entsprechende Spieler auf einer Map ausgelegt sein. Stattdessen wird es ein begrenzte Anzahl an Spielern auf einer Karte geben, wodurch sich unsere eigener Charakter mehr als Held der Geschichte herausstellt. Dennoch begegnet ihr in der offenen Welt anderen Spielern und es besteht die Möglichkeit sich gegenseitig zu unterstützen und zu ergänzen.
Auf geht es in den Kampf
Nach unserem Besuch im Lager stürzte Kevin den Charakter von der Klippe und wir flogen dem ersten Kampf entgegen. Mit einer flüssigen Bewegung ging er vom Gleiten ins Klettern an der Wand – und direkt danach in den Sprint über. Er näherte sich den ersten Gegnern – in diesem Fall waren es Raptoren. Während er den ersten Raptor attackierte, wurde auch das angekündigte Momentum genutzt. Durch den Einsatz des Momentums können wir Angriffe verstärken, sowohl im Schaden, als auch in der Gegner-Kontrolle. Wir können Gegner an den Rand einer Klippe drängen und herunterstoßen oder an die Wand in die Enge treiben, um ihm somit die Ausweichmöglichkeit zu nehmen – dasselbe kann aber auch der Gegner. Genau das wurde auch vorgeführt: Während der Raptor Kevin in die Enge trieb, nutzte Kevin sein Momentum, um über die Wand in die Luft zu springen und die Wucht des Falls in den Angriff zu legen.
Im Kampf haben wir immer 4 aktive Fähigkeiten, die wir einsetzen können. Während wir das Momentum einsetzen, baut sich zusätzlich eine sogenannte Ressource auf. Über diese können wir eine Elite-Fähigkeit aktivieren, die das volle Potential unserer Klasse freisetzt.
Die Ruinen des Dhuum
Die Ruinen von Dhuum werden über ganz Orr verteilt sein. Nachdem Grenth Dhuum besiegte, wurden seine einstigen Tempel von Monstern übernommen und wir werden Grenth helfen, diese für ihn zurückzuerobern.
Im Laufe der Demonstration griff Colin an diesem Punkt selbst ins Kampfgeschehen ein. Er übernahm Kevins Krieger und erläuterte uns dabei, dass alle Gegner ihre Schwachstellen haben. Die Spinnen, denen sie als erstes gegenüber standen, waren gegen Feuer empfindlich. Daher nutzte Colin die Fähigkeiten des Kriegers, sich selbst zu entzünden. Er betonte, wie wichtig es sein wird, mehrere Builds bereit zu halten, um auf den jeweiligen Gegner reagieren zu können.
Danach wurde es richtig interessant: Die beiden begegneten einem Veteranen-Gegner. Es handelte sich dabei um einen Asura innerhalb eines Golems. Um diesen zu besiegen lenkte Colin ihn ab und zog die Aggro auf sich. In dem Moment, in dem der NPC abgelenkt war, nutzte Kevin die Chance – er sprang auf den Schild von Colins Helden, um sich in die Luft katapultieren zu lassen, damit er danach die, durch das Momentum enstandene, Ressource nutzen konnte. Die folgende Explosion tötete den Gegner.
Kevin bestätigte uns in Nachfragen, dass auch andere Klassen entsprechende Fähigkeiten bereit halten werden, um gemeinsam das Potential in Kämpfen erhöhen zu können. So werden z.B. Waldläufer in der Lage sein, magische Wirbel zu erzeugen, die von anderen Klassen genutzt werden können. Dieses System ist eine Weiterentwicklung der bereits aus Guild Wars bekannten Aktionen aus Feldern und Finishern.
Die Geschichte von Guild Wars 3
Nachdem wir das Gameplay von Guild Wars 3 betrachtet haben, wollte ich von Colin wissen, ob wir den Göttern endlich selbst begegnen werden. Immerhin ist es das erste Mal, das wir in einer Zeit spielen, in der die Götter existieren.
Eine direkte Antwort darauf blieb Colin mir schuldig, erzählte aber von den Plänen das Leben des Wesir Kilbron nacherleben zu können, damit wir seine Beweggründe für den Zauber erfahren, der Orr versenkte. Auch der Exodus der Götter könnte so endlich erläutert werden, da ja bis zum heutigen Tage niemand genau weiß, warum die Götter Tyria verließen.
Davon ab erwähnte er auch, dass unzählige Ereignisse in Orr durch die Geschichte falsch übermittelt wurden. Wir haben in Guild Wars 3 zukünftig die Möglichkeit herauszufinden, was sich wirklich zugetragen hat.
Zum Schluss hielt er fest, dass sie alle mit Stolz auf 20 Jahre Guild Wars zurück blicken und daraus die Kraft schöpfen, die nächsten 20 Jahre zu gestalten.
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