Spielbare Spezies im Rampenlicht: Kodan
Letzte Woche stellte ArenaNet in einem Blogpost die Menschen als erste spielbare Spezies vor. Nun sind die Kodan an der Reihe, die man bereits aus Guild Wars 2 kennt und die ihre große Rolle in der Erweiterung Janthir Wilds hatten.
Spielbare Spezies im Rampenlicht: Kodan
Die Kodan stammen aus den Fernen Zittergipfeln und pflegen normalerweise einen Glauben an ihren Schöpfergott Koda. Etwa einhundert Jahre vor den Geschehnissen von Guild Wars 3 folgten einige Kodan in Janthir dem Ruf, der sie nach Orr führte. Damit gewannen diese Kodan auch wieder ihren Glauben zurück, nachdem ihre Stimme – das Sprachrohr des Gottes Koda – sich von ihm abgewandt hatte. Daraus folgte, dass die anderen Janthir-Kodan ebenfalls ihren Glauben verloren.
Sie spürten, dass sie eine Aufgabe in Orr zu erfüllen hatten. Die Kunde von einer großen Katastrophe im orrianischen Tughra-Becken bestärkte sie darin, gen Süden zu ziehen. In Orr angekommen, konnten sie spüren, wie das Land dort krankte. Sie konnten aber auch schöne Dinge für sich entdecken, wie etwa die Vael, weshalb sie auch die Nähe zu den Vaelwächtern suchten. Diese schlugen ihnen jedoch lange Zeit Argwohn entgegen. Über die Jahre wandelte sich dies allerdings und sie bauten ein starkes Bündnis auf. Kurz vor den Ereignissen von Guild Wars 3 durften schließlich auch die Kodan den Vaelwächtern beitreten.
Seid gegrüßt, Tyrianer! Ich bin Erin Amschlinger, Teil des Narrative-Teams bei ArenaNet. Im Rahmen unserer Reihe über die spielbaren Spezies in Guild Wars 3™ sprechen wir heute ausführlich über eine Spezies, die euch vielleicht schon in unserem Trailer zum Summer Game Fest aufgefallen ist: Tyrias geschätztes Bärenvolk, die Kodan.
Wer Guild Wars 2® schon länger spielt, kennt die willensstarken Urahnen von den Janthir-Inseln vielleicht schon, doch die Kodan des goldenen Zeitalters von Orr haben eine einzigartige Geschichte. Sie wurden in den Süden gerufen, in die Wildnis von Orr, und haben dort ihren Glauben wiedergefunden. Eure ersten Tatzenspuren in Orr stehen für den Beginn eurer ganz persönlichen Reise. Einer Reise, von der man sich an Lagerfeuern in ganz Tyria erzählt wird.
Doch bevor ihr Geschichte schreibt, solltet ihr eure Wurzeln kennen.
Der Stimme folgen oder die Stille annehmen.
Die Kodan stammen aus den Fernen Zittergipfeln und sind im weitesten Sinne eine zutiefst gläubige Spezies. Sie verehren Koda, den Schöpfer – einen Gott, der ihnen zufolge ganz Tyria sowie alles natürliche und magische Leben des Kontinents erschaffen hat. Sie stellen ihre Gesellschaft in den Dienst dieses Schöpfers und gehören zu den fähigsten Kämpfern Tyrias: wild, intelligent und von unerschütterlicher Überzeugung getrieben.
Ihrem Glauben zufolge besteht eine direkte Verbindung zwischen Koda und einigen gesegneten Anhängern namens Stimmen – auserwählte Kodan, die mit dem Geist, den Gedanken und dem Willen ihres Schöpfers im Einklang stehen. Geführt von diesen Stimmen interpretieren die Kodan den Willen ihres Gottes als Mission für ihr gesamtes Volk: Es ist ihre Pflicht, ganz Tyria zu schützen und ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen den natürlichen Harmonien der Welt herzustellen.
Diese Verbindung ist in fast allen Siedlungen der Kodan in Tyria zu finden. Es gibt nur eine Ausnahme: die Tiefland-Kodan der Janthir-Inseln. Diese sind schon aus Guild Wars 2: Janthir Wilds™ bekannt. Die Tiefland-Kodan wurden von einer berüchtigten Stimme nach Janthir geführt, die sich von ihrer Berufung und von Koda abgewandt hatte. Sie haben Jahrhunderte überlebt und eine neue Lebensphilosophie gefunden, die frei ist von dem Glauben, der ihre Artgenossen definiert.
Doch wie euch jeder Kodan sagen wird, der den Ruf seines Gottes vernommen hat: Kodas Stimme ist mächtig und von großer Überzeugungskraft. Selbst unter jenen, die ihre Ohren vor ihr verschließen – oder vielleicht ganz besonders unter ihnen.
Etwas rührt sich, ein Blitz und eine lange Reise
Sein Ruf verhallte auf den Janthir-Inseln fast ungehört. Nur einige Auserwählte vernahmen ihn. Aus Angst vor Ausgrenzung und aufgrund der Prägung durch eine Kultur, die den Willen Kodas ablehnt, behielten sie diese plötzlich wieder aufgetretene Verbindung für sich und unterhielten sich nur im Flüsterton und hinter geschlossenen Türen mit jenen, die sie ebenfalls gespürt hatten: die unerklärliche Anziehung eines weit entfernten, mystischen Landes namens Orr. Das Gefühl, dass die Pflicht sie dorthin ruft.
Viele weigerten sich, an diesen Ruf zu glauben, bis die Geschehnisse in der Welt ihn bestätigten und sie Kunde von einer Katastrophe erhielten, die im Tughra-Becken von Orr hereingebrochen war. Diese Katastrophe war von solchem Ausmaß, dass diejenigen Tiefland-Kodan, die zu ihrem Glauben zurückgefunden hatten, trotz aller Risiken von ihrer Erfahrung berichteten. Kodas Wille war nicht nur echt, behaupteten sie, sondern auch überdeutlich: Die glaubenslosen Kodan waren aufgerufen, ihren Glauben im Namen des natürlichen Gleichgewichts zu erneuern und sich auf den Weg nach Orr zu machen.
Dies war der Auslöser einer weiteren Spaltung des Bärenvolks. Jene, die Kodas Stimme vernommen hatten, wollten seinem Ruf unbedingt folgen und zogen nach Orr, begleitet von jenen, die sich ihnen anschlossen. Diese wenigen Auserwählten errichteten die ersten Siedlungen der Kodan in Orr – eure Ahnen, wenn ihr in Guild Wars 3 einen Kodan spielt.
Die Kodan von Orr und die Vael
Die ersten jener südwärts ziehenden Kodan erreichten Orr über einhundert Jahre vor dem Beginn von Guild Wars 3. Sie waren sofort überzeugt davon, ihren Zielort erreicht zu haben; sie spürten das Leid des Landes, so wie man die Krankheit eines geliebten Wesens riecht, bevor sie ausgesprochen wird. Ein greifbarer Schmerz ging von der natürlichen, magischen Welt aus. Doch warum?
Die Kodan erkundeten die Region und erkannten in ihrer neuen Heimat noch etwas anderes: Schönheit. Umgeben von den majestätischen Vael – den verschiedenen magischen Kreaturen, die in Orr lebten – waren sich die Kodan sicher, dass sie den Ruf Kodas richtig interpretiert hatten und dieses Land seinem Willen entsprechend heilen und schützen sollten. Deshalb errichteten sie eine dauerhafte Siedlung im Nordwesten von Orr.
Die Kodan von Orr fühlten sich den Vaelwächtern sofort verbunden, da sie ebenfalls erst kürzlich die Mission erhalten hatten, die magischen Kreaturen der Vael zu beschützen. Doch dieses Gefühl wurde nicht umgehend erwidert. Die Vaelwächter hatten mit den Nachwirkungen einer Tragödie zu kämpfen und waren von der Natur isoliert. Der Orden misstraute Außenseitern und weigerte sich viele Jahre lang, die Kodan – oder andere – in ihre Reihen aufzunehmen.
Obwohl die Reibungen und Zusammenstöße der Anfangsjahre bei einigen Kodan Zweifel an Kodas Ruf laut werden ließen, entstand aufgrund des gemeinsamen Ethos von Kodan und Vaelwächtern mit der Zeit eine der vertrauensvollsten und beständigsten Allianzen des Ordens der Vael.
Die Kodan von Orr heute
Ein Jahrhundert ist vergangen, seitdem die Kodan ihre Verbindung zu Koda wiederentdeckt haben. Doch jetzt stehen sie an einem Scheideweg. Die Mission der Vaelwächter scheitert. Die Überzeugung, die ihre Ahnen in den Süden geführt hat, schwindet mit jeder Generation. Und die Welt verändert sich rasant: Das natürliche Gleichgewicht, das sie schützen sollten, wird von den Mühlen des Fortschritts zermahlen.
Als sich der verschlossene Orden der Vael das letzte Mal für Außenseiter öffnet, stellen sich die Kodan – natürlich – als erste zur Verfügung. Als Kodan-Spieler seid ihr einer von ihnen: Ihr schwört dem Banner der Vaelwächter die Treue, das ihr als Kodas Willen interpretiert. Eure Ahnen sind nach Orr gekommen, um ihrer göttlichen Pflicht als Wächter Tyrias nachzukommen; euer Leben dem Orden zu widmen, bedeutet, diese Fackel weiterzutragen. Die Arten, wie ihr diese Pflicht gegenüber der Gilde erfüllen könnt, sind so einzigartig wie die Wächter in ihren Reihen.
Und hier finden wir uns wieder. Durch ein Leben im Einklang mit der Natur wisst ihr, dass Veränderung die einzige Konstante ist. Das Orr von heute ist nicht das Orr eurer Ahnen. Obwohl viele Kodan sich an ihre erste und einzige größere Siedlung halten, erwartet euch hinter ihren Grenzen eine ganze Welt, in der sich Alt und Neu, Fortschritt und Tradition vermischen, wo Gilden ihre Spuren hinterlassen und ein Mosaik aus Ideologien, Spezies und Geschichten entsteht. Viele Kodan vor euch haben den Nordwesten aus wirtschaftlichen, spirituellen oder persönlichen Gründen verlassen.
Was auch immer ihr glaubt, eure Hingabe als Kodan des Ordens der Vael kommt an erster Stelle: Schützt die Geister und die Lande, die sie ihre Heimat nennen. Alles andere kann warten. Doch aufgepasst: Alles steht und fällt mit euren Begleitern.
Ebenso wie das leidende Orr selbst steht ihr an der Schwelle, an der sich Geschichte und Schicksal kreuzen.
Und nun geht, junger Kodan. Orr erwartet euch.
