Spekulatius #8: Vorhang auf für die Bühne Löwenstein!

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Seit Dienstag, den 19. Mai 2015, kann man endlich einen Fortschrit bei dem Wiederaufbau von Löwenstein sehen. Endlich scheint Löwenstein sich wieder vom Angriff von Scarlet zu erholen und die Pläne für Löwenstein zeichnen bereits jetzt ab, dass man aus vergangenen Fehler gelernt hat und man die Entwicklung der freien Handelsstadt vorantreiben will. Dies eignet sich mal wieder hervorragend für einen Spekulatius, den ich schon viel früher schreiben wollte.

Löwensteins neues Immunsystem

Am 18. März 2014 war Scarlet endlich tot und die Bevölkerung Tyrias wurde sich dann erst richtig über den Schaden, der angerichtet wurde, bewusst. Neben Häuser, Gebäude und anderen Einrichtungen wurden auch Familien und Existenzen zerstört. Das Vertrauen zu Sylvaris begann brüchig zu werden. Man konnte eine Reihe von Tafeln in Löwenstein finden, auf denen an die Gefallenen und Opfer des Angriffs gedacht wird. Nach einer Geldsammelaktion der Zephyriten und Königin Jennah konnte man einen finanziellen Erfolg erzielen, allerdings merkte man bislang nichts davon.

gw729Nun nach mehr als einem Jahr kann man die erste Früchte der Mühen betrachten. Überall sind Arbeiter fleißig am Werk, die den letzten Schutt der Schlacht entfernen, Baugerüste wurden errichtet und überall kann man Baumaterialien vorfinden.

Am Krähennest wird anscheinend an einem Wall gearbeitet, was nicht besonders verwunderlich ist, da bereits zu Zeiten von Cobiah Marriner Wälle erbaut wurden, um geschützt gegen Invasionen von Räubern und gegen die Gier von dem damaligen krytanischen König zu sein. Jedoch könnte dieser kleiner Wall weit nicht den Schutz bieten, den man haben will, da der natürliche Schutzwall zwischen Löwenstein und dem Lornar Pass sehr gering ausfällt. Hier hätte man aus dem Angriff von Scarlet lernen sollen und gerade dort die Verteidigungsanlagen verstärken sollen. Die Abtei Durmand im Lornar Pass wird wohl auch etwas zur Verteidigung beitragen, wenn man allerdings bedenkt, wie nah das Geheimversteck von Scarlet an der Abtei lag und dennoch lange unentdeckt blieb, kann man an der Stärke der Abtei Durmand zweifeln.

Einen wichtige Rolle zur Verteidigung von Löwenstein wird ein neu angelegter Landeplatz für Luftschiffe sein, welcher wahrscheinlich nördlich von Fort Marriner erbaut wird. Insgesamt scheinen die Luftschiffe jetzt schon eine wichtige Rolle bei dem Wiederaufbau der Handelsstadt zu spielen, da Mauerteile von Luftschiffen an die richtigen Stellen positioniert werden. Wirtschaftlich gesehn wird der Landeplatz nur Vorteile für Löwenstein haben, da die Handelsstadt dann neben Wasser- und Landwegen auch über Luftwege verfügen wird, was die Erreichbarkeit erheblich erhöhen wird.

Auch der Hafen wurde stark in Mitleidenschaft gezogen während der Schlacht und wird nun neu aufgebaut. So könnte es sein, dass wir in Zukunft sogar eine Werft zu sehen bekommen, in welcher neue Schiffe erbaut werden und alte repariert werden. Der Aspekt der Verteidigung scheint auch hier eine wichtige Rolle zu haben. So kann man beobachten, dass Mitglieder des Konsortiums den Meereszugang von Löwenstein vermessen, was darauf hinweisen könnte, dass hier vielleicht sogar ein riesiges Tor erbaut wird, um Freibeuter und andere unliebsame Gäste auzusperren.

Eine besondere Überraschung für Gilden hält uns wahrscheinlich das Bauwerk am ehemaligen Gasthof parat. Hier haben sich nun einige NPCs niedergelassen, die die gewohnten Dienste für Gilden wie die Gildenbank anbieten. Diese NPCs und die Aussage eines Mitglieds des Konsortiums, der sagt, dass dies der „künftige Standort einer aufregenden neuen gildenbezogenen Organisation“ ist, lassen den Verdacht erhärten, dass hier wohl die erste Gildenhalle entsteht. Leider sind die Informationen über die Gildenhallen bisher sehr gering, so dass dies eine reine Spekulation ist.

Das Konsortium – eine Medaille mit zwei oder doch nur mit einer Seite

In diesem Artikel fiel jetzt schon einige Male das Konsortium. Das Konsortium haben viele Spieler nicht gerade gut in Erinnerung, denn sie spielten keine Heldenrolle beim Vorfall auf Südlicht, wo es darum ging, dass Siedler vom Konsortium ausgebeutet wurden. Ellen Kiel, zu dieser Zeit noch kein Mitglied der Kapitänsrats, konnte die Siedler von den Verträgen des Konsortiums befreien und Canach gefangen nehmen, welcher die Flora und Fauna durch Pflanzen wüten ließ, um das Konsortium von der Südlicht Bucht zu vertreiben und die Siedler somit zu befreien. Schon einige Zeit vorher machte sich das Konsortium sich unbeliebt, da sie durch die Erkundung der Südlicht Bucht die Karka verägerten, was den Angriff der Karka auf Löwenstein hervorrief. Momentan finanziert sich das Konsortium hauptsächlich zum einen durch ein Touristenangebot, das sie auf der Südlich Bucht erbauten, und zum anderen durch Handel, was sie zu einem Konkurrenten der Schwarzlöwen-Handelsgesellschaft macht.

Auch nach der Zerstörung des Albtraumturms in den Kessex Hügeln wurde das Konsortium aufällig. An der Wegmarke Delania kann man Schwarz-Freistatt kann man das Konsortium-Mitglied Subassesor Prongg beobachten, der versucht mit üblen Trick und ohne Rücksicht mehr Informationen über den Einsturz des Turmes bei einem Quaggan zu erhalten. Ganz offensichtlich hat das Konsortium also Interesse an etwas, was im Turm befand. Dieses Mitglied des Konsortiums verrät uns auch etwas über den Plan die Schwarzlöwen-Handelsgesellschaft aufzukaufen. Letzterer Punkt wird wahrscheinlich für einigen Zündstoff in Löwenstein sorgen, wenn es wirklich einmal dazu kommen sollte, dass das Konsortium die Handelsgesellschaft, die von Evon Schlitzklinge geführt wird, aufgekauft wird.

gw753Momentan erscheint das Konsortium eher versöhnlich und als Freund und Helfer, da sie gerade eine wichtige Rolle bei dem Wiederaufbau von Löwenstein spielen, dennoch bleibt ein übler Nachgeschmack. Dieser üble Nachgeschmack wird dann noch einmal verstärkt, wenn sich die Baumaterialien in Löwenstein genauer ansieht.

An der vorher beschriebenen Werft beziehungsweise dem vorher beschrieben Hafen kann man Flöße finden, welches mit Stahlträgern beladen ist. Betrachtet man sich diese Ladung etwas näher, kann man ein paar junge Karkas entdecken. Wahrscheinlich wurden diese Karkas aus Versehen mittransportiert, allerdings könnte dies das Vorzeichen eines weiteren Unheils für Löwenstein sein. Schon einmal griffen die Karkas Löwenstein an und verbreiteten Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Ein solcher Angriff würden die Wiederaufbauten nach hinten werfen. Vielleicht hat Löwenstein auch Glück und der Angriff der Karka würde erst nach dem Abschluss der Bauten stattfinden. Dies wäre eine perfekte Feuerprobe für die neuen Verteidigungsanlagen der freien Handelsstadt.

Erwähnen sollte man auch, dass Händlern, die keine Existenz mehr in Löwenstein haben, ein Darlehen angeboten wird. Dies könnte bedeuten, dass vielleicht das Konsortium den ganzen Markt in Löwenstein, wobei die Schwarzlöwen-Handelsgesellschaft ausgenommen ist, beherrschen wird. Die Geschichte, wie sie bei dem Vorfall auf Südlicht geschah, könnte sich also wiederholen.

Abschließend zum Konsortium kann man sagen, dass der Wiederaufbau von Löwenstein dem Konsortium eine Menge Geld in die Kasse spülen wird. Was sie mit dem Geld allerdings anfangen werden, werden wir wohl in der Zukunft sehen können und ich befürchte, dass ein Aufkauf der Schwarzlöwen-Handelsgesellschaft dadurch wahrscheinlicher wird.

Eine ungewöhnliche Patchwork-Familie

Banner_Orden_der_Gerüchte (1)Für die jungen Charr Leyah und das Mädchen Jordyn wendet sich nun auch das Blatt, nachdem beide ihre Eltern in der Schlacht verloren. Die Asuras Brokka und Tokk, beides Mitglieder vom Orden der Gerüchte, haben beschlossen zu heiraten und werden die beiden Kinder adoptieren. Bisher sind keine Berichte bekannt über vergleichbare Adoptionen und es wird spannend diese Familie zu beobachten, da Asuras bekannterweise keine hohe Meinung zu den anderen Völkern haben. Vielleicht werden sogar die beiden Kinder in der Wissenschaft der Asura unterrichtet oder zu Agenten des Orden der Gerüchte ausgebildet. Man sollte auf jeden Fall immer mal wieder einen Blick auf Tokk’s Sägewerk in Löwenstein riskieren, wo sich die ungewöhnliche Familie niederlassen wird.

Neben der Nachricht der Heirat verrät Brokka auch, dass alle Agenten des Ordens nach dem Absturz der Flugschiffe über dem Maguuma-Dschungel zurück ins Hauptquartier gerufen wurden. Allerdings sollen nicht besonders viele dem Ruf gefolgt sein, was darauf schliesen lässt, dass die Verluste sehr hoch ausgefallen sein müssen. Es könnte also sein, dass wir im Addon Heart of Thornes einige vermisste Agenten treffen werden, wenn nicht alle inzwischen tot sind.

Allgemein kann man endlich zufrieden sein, dass Löwenstein sich sichtbar von der schrecklichen Schlacht mit Scarlet erholt. Das Konsortium jedoch wird vielleicht noch mehr Ärger bereiten, als es uns lieb sein wird, und deshalb werde ich nun mit einem Zitat von Ramon Domke, dem deutschen Community Manager für Guild Wars 2, abschließen, der bei einem kleinen ingame Plausch vor zwei Jahren auf die Frage eines Spielers, ob man dem Konsortium trauen sollte, folgendes antwortete: ich würde dem Konsortium nicht über den Weg trauen

Über Durzan

Außerhalb des Internets bin ich bekannt unter dem Namen Florian. Auf Guildnews.de bin ich für die Funktionalität der Webseite und für die Entwicklung der Tools wie etwa dem Ätherium Rechner verantwortlich.

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