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Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für den Einstieg in die Raids

Am Dienstag wurde der zweite Flügel des ersten Raids veröffentlicht und wie der ein oder andere vielleicht mitbekommen hat, war ich bisher selber nicht so wirklich an den Raids interessiert. Ich habe mit einer etwas erfahrenen Gilde nach knapp zwei Wochen schnell den Valeguardian (den ersten Boss des ersten Flügels) gelegt, damit ich an den Händler gehen konnte, und habe danach weder Gorseval, noch Sabetha ausprobiert.

Mit dem Release am Dienstag habe ich mir jedoch vorgenommen, den neuen Flügel etwas intensiver unter die Lupe zu nehmen, und siehe da, viele Gruppen waren selbst noch unerfahren und haben deshalb auch andere unerfahrene Spieler mitgenommen. Und so kam es dazu, dass ich sowohl die ersten beiden Bosse des zweiten Flügels, als auch heute Abend den Valeguardian und Gorseval gelegt habe. Alles wohl bemerkt mit zufälligen Gruppen aus dem LFG-Tool. Und die Erklärung ist ganz simpel.

Faulterion

Der neue Flügel hat die Aufmerksamkeit etwas mehr auf die Raids gelenkt. Man hat mitbekommen, dass es eine Geschichte gibt und nun gibt es allerhand Spieler, die gerne sowohl den Anfang, als auch den neuen Content erleben möchten. Und das ist der perfekte Zeitpunkt für den Einstieg in die Raids und zwar besonders für die Spieler, die sich bisher gar nicht damit auseinandergesetzt haben. Das Grundsätzliche schon mal vorne weg: Ihr solltet eure Klasse beherrschen, sie entsprechend eures Builds ausgerüstet haben und zudem Zeit und Geduld mitbringen. Für viele spielt der Zeitfaktor bereits eine Rolle, doch je mehr Erfahrung ihr sammelt, desto schneller werdet ihr mit den Bossen fertig und desto geringer wird eben dieser Aufwand.

Wenn ihr euch zum Raiden entscheidet, sollte tatsächlich etwa 2 Stunden am Stück mitbringen, ohne Essen zu gehen oder sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Bei der Ausrüstung genügt exotische Rüstung kombiniert mit Aufgestiegenen Schmuckstücken und Waffen. Zwar ist Aufgestiegene Rüstung sehr hilfreich, wer sie sich aber nicht leisten kann, sollte trotzdem nicht von den Raids fernbleiben. Die Waffen bringen im Bezug auf die Kosten den größten Vorteil und Aufgestiegene Schmuckstücke könnt ihr euch auch ohne Gold besorgen.

Raid Screenshots (6)

Hilfreich ist es natürlich, wenn ihr euch im Vorfeld über den Boss informiert. Dazu helfen unsere Guides zum Talwächter, Faultierion oder zu dem Banditen-Trio. Trotzdem gilt immer auch ein wenig „Learning by doing“. So viel man auch über Kreise und Markierungen weiß, wichtiger ist es, dass man das alles auch erlebt hat. Immer wieder findet ihr im LFG auch spezifische Anfängergruppen, aber auch erfahrene Gruppen nehmen euch manchmal mit. Wichtig ist: Lügt weder bei eurer Erfahrung, noch bei der Ausrüstung! Fehler sind am Anfang ganz natürlich, doch mit der Zeit lernt ihr dazu. Seid dabei aber nicht Resistent gegen Kritik und vertraut im Zweifel den anderen Mitspielern. Die Verbesserungsvorschläge sind meistens nicht böse gemeint.

Ihr könnt auch direkt mit dem zweiten Flügel starten, selbst wenn ihr den ersten nie abgeschlossen habt! Das ist sehr hilfreich, denn, wie oben bereits erwähnt, viele Spieler haben noch wenig Erfahrung mit den neuen Bossen und erklären euch deshalb die Phasen Schritt für Schritt. TeamSpeak und Englischkentnisse sind natürlich erwünscht und von starkem Vorteil. Gesammelt wird sich dazu sehr gerne auf dem Teamspeak der GW2Community.com.

Versucht euer Glück und wagt euch in die Raid! Ich selbst jedenfalls bin froh, dass ich den Sprung gewagt habe. Nicht nur der Kill im neuen Flügel war schön für mich, sondern auch der Weg zurück zum Talwächter und zu Gorseval. Ich kann jedem empfehlen, sich mal an den Bossen zu versuchen. Vieles ist gar nicht so schwer, wie es am Anfang scheint. Und so wie es aussieht, lohnt sich der Versuch alleine schon für die Geschichte.

Raids

Sputti

Alexander Leitsch, 25 Jahre alt und Leiter der Webseite. Ich bin offizieller Partner und Shoutcaster von ArenaNet, schreibe seit über 7 Jahren News zu Guild Wars 2, habe etwa 6.000 Spielstunden und leite unsere Guildnews.de Community-Gilde. Ingame erreicht man mich unter dem Accountnamen: Sputti.8214

22 Kommentare

  1. Ich muss sagen, dass ich seit Einführungen in die Raids mindestens einmal die Woche probiere Raids zu laufen, aber selbst Guardian noch nie geschafft, da es mit den Randoms nie wirklich funktioniert.

      1. Die Zeit fehlt mir leider zB. Es ist für mich nicht möglich einen festen Zeitpunkt jede Woche auszumachen oder ein Wochenende. Da ist eine Stunde schon viel, deswegen passe ich bei den Raids einfach bisher. Manche Gruppen fühlen sich zudem echt zu elitär für andere – damals zu FZ runs war das genau das gleiche, da musste alles Zerker sein in Rekordzeit gelaufen werden, sonst gibt es direkt einen Kick und Block. Auf diesen Kindergarten habe ich keine Lust und falls sich etwas entspanntes anbietet, mache ich gerne mit.

  2. Der perfekte Zeitpunkt wäre wohl in 1-2 Jahren wenn Anet viele bugfixes/nerfs durchführte und man mit viel besseren Elitespezialisierungen mittels item Klassenspirale nur noch facerollen wird 😀

    1. Naja, Klassenspirale ist eigentlich nicht richtig. Das würde ja bedeuten man baut die Elite Specs immer weiter aufeinander auf. Es ist ja aber so, dass man immer nur eine auswählen kann. Man ersetzt sie also jeweils. Demnach wachsen die Elite-Specs eher in die Breite als spiralig nach oben. Natürlich vorausgesetzt die werden nicht jedesmal stärker als die vorherige sondern nur anders.

      1. Die neuen Specs werden definitiv stärker / umfangreicher / stabiler als die aktuellen. Anet hatte überhaupt keinen Grund die aktuellen Elite teilweise ziemlich krass so komplexer zu gestalten wie die Standartklassen ( außer um sie natürlich ansprechender zu gestalten ). Klar es heißt Elite, das ist aber nur eine Namensgebung, das eine muss auf das andere nicht aufbauen. Gleiche Strategie werden sie wohl auch in Zukunft verfolgen. Allein die Tatsache um diese überhaupt attraktiv zu gestalten, was der Nachteil an einer progressiven Veröffentlichung ist. Die Erwartungshaltung und die Sichtweise ist komplett anders wie es zum Beispiel ein WoW seit Vanilla machte ( 3 Specs pro Klasse seit beginn an ).

         

        Hinzu kommt dass die Klassen seit Release 2-3 mal stark verändert ( verbessert ) wurden. Allein die Traits, von Waffen und Skills will ich gar nicht erst anfangen. Würde mich wundern wenn sich das nicht in den nächsten Jahren fortsetzt.

        1. Der Vergleich mit WoW hinkt ein wenig. Dort erwarte ich auch, dass die Specs (der gleichen Rolle) etwa gleich stark sind, sich aber in der Spielweise unterscheiden.

          Balancing ist offenbar schwierig, deswegen gab es dort auch eigentlich schon immer nur einen „spielbaren“ Spec, aber das ist ein anderes Thema.

          In GW2 hatten wir aber seit Release die Möglichkeit drei aus fünf „Specs“ bzw. „Talentbäumen“ zu wählen. Das sind (theoretisch) weit mehr als drei Specs pro Klasse.

          Das hat sich nun insofern geändert, dass in der Regel die Elitespezialisierung „Pflicht“ ist und man nur noch 2 von 5 frei auswählen kann.

          1. Der Vergleich mit WoW hinkt ein wenig. Dort erwarte ich auch, dass die Specs (der gleichen Rolle) etwa gleich stark sind, sich aber in der Spielweise unterscheiden.

            Genau das meinte ich ja. In WoW existieren immer 3 Specs parallel von Anfang an. Niemand erwartet dass Shadowpriester besser als holy ist etc. Im Gegenteil es wird ( mal mehr mal weniger gut ;D ) auf eine gewisse Balance geachtet und progress wird in den Specs selber generiert.

             

            In GW2 wirds in 2-3 Jahren anders aussehen. Was bringt eine neue Spec wenn sie schlechter als die bisherige ist? Was bringt eine neue Spec wenn sie sich nicht von der aktuellen Spielweise unterscheidet? Was bringt ein Spec wenn ich quasi nur zu einer anderen Klasse werde? Quasi:“Ich habe jetzt 3 Jahre gewartet für das hier?“. Um all das zu vermeiden muss der Community von Anfang an gezeigt werden:“Jeah seht her das hier ist der neue heiße Scheiß! Das könnt ihr und dies und damit werdet ihr keine Probleme mehr haben!“

             

            Anet MUSS die neuen Specs attraktiv gestalten und das geht eben am einfachsten wenn sie effektiver / anpassungsfähiger / stärker / umfangreicher wie aktuelle Spielweisen sind.

          2. Und das ist mein Punkt aus meinem Post weiter unten: Ich finde, die Elitespezialisierungen sollten so gestaltet sein, dass man sie spielen WILL, weil sie neu/cool/anders sind, und nicht spielen MUSS, weil sie stärker sind.

            Bei den ersten Elitespezialisierungen ist es nun offenbar so, dass der zweite Fall eintritt. Es besteht aber die Hoffnung, dass bei den Elitespezialisierungen untereinander der erste Fall eintritt: sie sind relativ gleich stark, zumindest nach dem ersten Balancepatch im Addon, werden aber durch andere Faktoren (z.B. cool/neu/anders) so attraktiv, dass sie auch gespielt werden. Man „muss“ halt nur irgendeine der Elitespezialisierungen wählen, aber welche ist Geschmackssache.

            Das Problem ist: das ist nur eine Hoffnung. Wir wissen noch nicht, wie Anet sich das denkt.

      2. Natürlich vorausgesetzt die werden nicht jedesmal stärker als die vorherige sondern nur anders.

        Und genau das ist der Punkt. Die jetzigen Elitespezialisierungen hätten ja auch einfach nur anders statt stärker werden können. Es hätte doch gereicht, wenn man sie spielen WILL, weil sie cooler/anders/neu sind und nicht spielen MUSS, weil sie deutlich stärker sind.

        Zumal das auch ein wenig den Punkt unterläuft, dass das Addon die Käufer nicht durch ein höheres Maxlevel stärker als die Spieler ohne Addon macht.

        Und dadurch ist die Befürchtung zumindest gerechtfertigt, dass die Elitespezialisierungen im nächsten Addon wieder dadurch verkauft werden, dass sie stärker und nicht nur cooler sind. Das muss nicht so kommen, denn immerhin muss man für die 2. Elitespezi die erste aufgeben, sich also zwischen beiden entscheiden. Aber der unnötige Powerschub bei der ersten Elitespezialisierung ist ein schlechtes Zeichen.

        1. Es stimmt nur in Teilen, dass die Elite-Spezis stärker sind, als das Grundbild. Der Druide zum Beispiel gibt der Klasse ein ganz anderes Spielverhalten, nämlich als Heiler. Der Schrotter beim Ingi ist auch ein anderes Spielverhalten und wird deshalb auch bei einigen Builds nicht benötigt. Der Chronomancer hat dem Mesmer Alacrity und den F5-Split gegeben, was ebenfalls eine neue Mechanik ist, die eventuell an der ein oder anderen Stelle gebraucht wird. Gerade Schrotter und Druide sehe ich in vielen Builds eben nicht als Pflicht.

          Es gibt aber auch Elite-Spezis, die ganz Straight besser sind, als die Grundklassen, da gebe ich dir recht. Tempest, Reaper, Berserker, Drachenjäger.

          Den Draufgänger sehe ich eher als schwächer an und den Herold klammern wir auch mal aus, weil der Widergänger generell etwas anders funktioniert ^^

          1. Natürlich war das etwas vereinfacht.

            Ich spiele z.B. selber auch ein Nischenbuild mit meinem Nekro, bei dem Reaper überhaupt nicht reinpasst. Und ich habe mit dem Build viel Spaß, auch wenn es sowas von nicht Meta ist. 😀 Und es wird sicherlich auch genügend andere Builds geben, die auf die Elitespezialisierung verzichten können/müssen.

            Druide ist natürlich gerade das Beispiel, wo die Klasse sich extrem verändert hat statt einfach stärker zu werden. Aber andererseits ist er damit die erste richtige Heilerklasse und alleine deswegen will man eigentlich zumindest in Raids einen dabei haben. Während klassische „nur-„Waldis immer noch eher unbeliebt sind, vorher schon eher unbeliebt waren und jetzt auch noch leichter von elitespezialisierten, und dadurch stärkeren, anderen Klassen verdrängt werden.

          2. Ich sehe das eher ein wenig bescheiden. Selbst wenn der Druide in eine komplett andere Richtung geht, verzichtet er eher auf lachhaft wenig ( eine fucking traitline ), was der ( total dämlichen ) Designphilosophie der Elite zum Opfer fällt. Für eine Traitline bekommt er Zugriff auf eine neue Waffe, neue F-X Fähigkeit, neue Utilitys, neue Pets, neue Traits … Das fühlt sich alleine vom Konzept nicht wie eine alternative Spielweise an, eher wie eine art Ergänzung/Bonus.

          3. Der Druide ist tatsächlich ein schlechtes Beispiel. Er bekommt zwar viele tolle Sachen dazu, aber eben hauptsächlich zum Heilen: F5 = Heilung, Stab = Heilung. Utilities sind tatsächlich ganz nett, aber nicht DER Grund auf Druide zu wechseln. Für einen reinen DD-Waldi, der niemals die Gruppe heilen will, ist der Druide wirklich weniger attraktiv als z.B. Tempest für einen Ele.

            Die neuen Pets kann er übrigens meines Wissens auch als Waldi haben, man braucht nur HoT um sie zähmen zu können – weil sie nur in den HoT-Gebieten rumlaufen.

            Bei anderen Klassen sieht es anders aus. Die können ihre neuen Features tatsächlich immer als Bonus obendrauf nehmen und stärker werden und dabei nur auf eine alte Traitline verzichten. Genau so wie du es schon geschrieben hast.

  3. Also meine Erfahrung war bisher
    was das die meisten im LFG Tool nur leute suchen die schon erfahrung mit den Raids bzw bossen haben.
    Und Leute die keine LI (Legendary Insights) und keine Voll Aufgestiegene Rüstung haben werden schonmal gar nicht mitgenommen.

    Nach über 4Std suchen für den Faultierion habe ich es dann aufgegeben eine Grp zu suchen

  4. Nenn mich einen Pessimisten, aber wenn ich selbst mit Content, der mit Randomgruppen geschafft werden können soll, mit Randomgruppen so meine Probleme habe, ist es dann eine gute Idee sich Content, der ausdrücklich NICHT für Randomgruppen gedacht ist mit Randomgruppen anzutun?

    Natürlich ist, WENN man es will, jetzt der ideale Zeitpunkt, weil in der ersten Woche einfach kein Spieler bereits wochenlange Clearerfahrung in dem Raid hat. Haben kann! Dann kann man das auch schlecht voraussetzen.

    Was WoW-Spieler nicht daran gehindert hat für eine Gruppe für einen neuen Raid bereits in der Release-Woche Clearerfahrung zu verlangen. Dazu muss gesagt werden, dass WoW-Raids einen wöchentlichen Reset haben, mit einem Charakter der den Raid bereits geschafft hat konnte man ihn nicht nochmal betreten, geschweige denn Loot bekommen. Aber gut, solche Spieler sind ein weiterer Grund warum ich lieber GW2 spiele.

    In ein paar Wochen wird es aber wohl auch hier wieder so aussehen, dass nur noch Spieler mitgenommen werden, die den Raid bereits in- und auswendig kennen.

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